Uni-Krankenhaus Marburg
Wie viele Säuglinge tötete die Horror-Krankenschwester?

Das Uni-Krankenhaus in Marburg stellt verdächtige Werte bei einem Baby fest und alarmiert die Polizei. Wenig später ist für die Ermittler klar: Es geht um versuchten Totschlag.

Eine Mitarbeiterin der Uni-Klinik in Marburg soll einem Frühchen unerlaubt Narkosemittel verabreicht haben - jetzt sitzt sie wegen versuchten Totschlags in Untersuchungshaft. Bild: dpa

Eine Mitarbeiterin der Uni-Klinik in Marburg soll einem Frühchen unerlaubt Narkosemittel verabreicht haben - jetzt sitzt sie wegen versuchten Totschlags in Untersuchungshaft. Das Krankenhaus habe bei dem 30 Tage alten Mädchen auf der Frühchenstation verdächtige Blutwerte festgestellt und die Kriminalpolizei verständigt, erklärten Staatsanwaltschaft und Polizei. Es gehe um zwei Medikamente, die weder verordnet noch im Behandlungsplan vermerkt worden seien, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Der Zustand des Kindes sei derzeit stabil.

Krankenschwester verabreicht Säuglingen Narkosemittel - um sie zu töten!

Nach einer nicht zu erklärenden "Krisensituation" bei dem Baby hatten demnach Untersuchungen den Verdacht auf Medikamentenmissbrauch ergeben. Die Mitarbeiterin wurde festgenommen, ein Richter erließ Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts auf versuchten Totschlag. Die Frau habe sich zu den Vorwürfen geäußert, sei aber nicht geständig, sagte die Justizsprecherin. Weitere Details zu der Frau und den möglichen Hintergründen nannte sie nicht.

Säugling trotz Narkosemittel wieder stabil

Dem Baby gehe es nach einer zwischenzeitlichen Verschlechterung wieder gut, teilte das Universitätsklinikum Gießen-Marburg mit. "Schäden sind aus jetziger medizinischer Sicht nicht zu erwarten." Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch, ob weitere Kinder betroffen sind.

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