Tragödie in Oberbayern
Zugunglück in Bad Aibling: Menschliches Versagen offenbar Ursache

Das Zugunglück im oberbayerischen Bad Aibling mit 10 Toten und 80 Verletzten war offenbar das Resultat menschlichen Versagens. Medienberichten zufolge hatte ein Fahrdienstleiter im Stellwerk eine Fehlentscheidung getroffen.

Bei dem Zugunglück in Oberbayern kamen nach aktuellem Stand zehn Menschen ums Leben. Bild: dpa

Den Ermittlern zufolge hatte ein Bahnbediensteter offenbar das automatische Signalsystem ausnahmsweise außer Kraft gesetzt, um einen verspäteten Triebwagen noch "quasi von Hand durchzuwinken", wie "Bild.de" berichtet.

++ Zugunglück in Bad Aibling: Ursache ist offenbar menschliches Versagen ++

Um dem entgegenkommenden Zug auszuweichen, hätte der Triebwagen rechtzeitig einen sogenannten Begegnungspunkt erreichen müssen. An diesem war die ansonsten eingleisige Strecke zweigleisig ausgebaut. Der Triebwagen schaffte es jedoch nicht rechtzeitig bis zu diesem Punkt. Dennoch habe der entgegenkommende Zug grün bekommen, weshalb der Lokführer ihn geradewegs in die Katastrophe steuerte.

++ Letzter Vermisster nach Zugunglück gefunden - Jetzt 10 Tote ++

Bei dem Zugunglück im oberbayerischen Bad Aibling sind am Dienstag nach aktuellem Stand zehn Menschen ums Leben gekommen und 80 weitere verletzt worden. Der letzte Tote wurde erst am Mittwochmorgen von den Rettungskräften gefunden. Alle aktuellen Informationen zu den Vorgänger am Unglücksort lesen Sie in unserem Ticker.

FOTOS: Zugunglück in Bayern Bei Bad Aibling sind zwei Personenzüge frontal kollidiert
zurück Weiter Rettungskräfte am 09.02.2016 an der Unfallstelle eines Zugunglücks in der Nähe von Bad Aibling (Bayern). (Foto) Foto: Uwe Lein/dpa Kamera

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mie/news.de

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10 Kommentare
  • werner.4321

    10.02.2016 14:41

    John, Sie vermuten überall Volksverhetzer! Allerdings: news.de beruft sich auf bild.de, die haben eine Vermutung geschrieben! (Ich habe nachgelesen!) Auch das ging bereits gestern durchs Fernsehen (Phönix). Hier klang es wie eine Tatsache (Versehen des Redakteurs (nehme ich an)). ard.de: 10.01. 5:49Uhr Zitat:"...Doch die Mutmaßungen mehren sich, dass menschliches Versagen zum Zusammenstoß..." Das sehe ich als wahrscheinlich an! Wenn man den Beschreibungen der Sicherheitsanlagen nachgeht lässt das diese Vermutung zu. Ein technisches Versagen ist unwahrscheinlich! (reine Spekulation von mir!)

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  • werner.4321

    10.02.2016 14:29

    tyty, woher wissen Sie dass das die Bahn nichts kostet??? Die Infrastruktur gehört der DB! Die Fahrdienstleiter wohl auch. Die Züge und Lokführer sind eine Privatfirma! Warum waren 2 Züge entgegengesetzt auf einer eingleisigen Strecke unterwegs. Normalerweise GEHT das nicht!!! Ausser man setzt die Automatik ausser Kraft! (Siehe Flugzeugunglück in den Fr. Alpen. Absicht!) Dafür sind Fahrtenschreiber da!!! Wurden die Züge automatisch gebremst und dieses manuell aufgehoben??? Das wäre höchst fahrlässig gewesen????

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  • Redaktion

    10.02.2016 11:32

    Antwort auf Kommentar 7

    lieber eurofighter, entschuldigen Sie bitte die Fehler. Diese ärgern uns mindestens so sehr wie Sie. Wir haben Sie in dem Aibling-Text korrigiert.

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