Karneval in Köln
Terror, Sex-Attacken, Sturm! So war Rosenmontag in Köln wirklich

Die jecke Feierfreude in Köln war in diesem Jahr vor allem überschattet von der Angst vor Terror oder sexuellen Übergriffen. Wie die Stimmung am Rosenmontag in Köln wirklich wahr, berichten Augenzeugen gegenüber news.de.

Großaufgebot der Polizei beim Kölner Karneval. Bild: dpa

Die Sicherheitsvorkehrungen in Köln waren bereits seit der verhängnisvollen Silvesternacht in aller Munde. Das Aufgebot an Polizei und Bundeswehr sollte aufgestockt werden, eine Rundum-Erneuerung der Organisation musste her. Bei Großveranstaltungen wie dem größten Rosenmontagsumzug war neben der Angst vor einer Wiederholung der sexuellen Übergriffe auch mögliche Terroranschläge eine Sorge der Besucher. Schließlich würde eine Veranstaltung wie der größte Rosenmontagsumzug Deutschlands eine geeignete Zielscheibe abgeben. Als ob das nicht schon einen großen Schatten über das fröhliche Fest werfen würde, sorgte der Sturm "Ruzica" dafür, dass viele Karnevalisten ihr Kostüm lieber im Schrank ließen.

Die Jecken ließen sich die Laune nicht von Sturm und Angst vermiesen. Bild: dpa

Terror, Sex-Attacken, Sturm: Kölner Jecken lassen sich nicht unterkriegen

"Ruzica" fegte mit Sturm- und Orkanböen von bis zu 140 Stundenkilometern über das Land, Lastwagen kippten auf der Autobahn um, Züge müssten wegen des Windes eingestellt werden. Laut Deutschem Wetterdienst herrschte Alarmstufe Violett in vielen Gebieten des Landes. Die Karnevalsumzüge in beliebten Faschingshochburgen wie Mainz, Münster oder Düsseldorf mussten abgesagt werden. Sie sollen so bald wie möglich nachgeholt werden. Auch in Köln, bekannt für Deutschlands größten Rosenmontagsumzug, wurde wegen des Sturms nur eine abgespeckte Variante zugelassen. Die Organisatoren sprachen von "präventiven Sicherheitsvorkehrungen". Wegen der schweren Windböen wurde sowohl auf die sonst üblichen 500 Pferde, als auch auf große Figuren verzichtet.

Doch dann kam alles ganz anders als vorhergesagt. Die Wolkendecke über Köln brach auf und die Karnevalisten, die dem Wetter trotzdem, wurden hin und wieder sogar mit ein paar Sonnenstrahlen belohnt. Obwohl sich, im Vergleich zu den letzten Jahren, wenige Jecken auf die Straßen trauten, feierten diese dafür umso fröhlicher - und friedlicher: "Ich muss sagen, dass es eine sehr gut organisierte und friedliche Veranstaltung war", so Karnevalist Markus P., der extra aus Sachsen angereist war.

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