Schweres Zugunglück in Bad Aibling
Insasse schildert Horror-Crash: "Wir hatten keine Chance"

Nach dem schrecklichen Zugunglück in Oberbayern, bei denen zwei Meridian-Bahnen frontal zusammenprallten, kommen immer mehr Details ans Licht. Mindestens neun Menschen verloren ihr Leben, über 100 wurden verletzt. Jetzt schildert ein Insasse, wie er den Unfall erlebt hat.

Bei dem Zugunglück in Oberbayern kamen bislang mindestens neun Menschen ums Leben. Bild: dpa

Glück im Unglück für Patrick B. Er gehörte zu den über 100 Leichtverletzten des Horror-Crashs. Dem Lokalreport "Rosenheim24.de" schildert er, wie er den Unfall erlebte. Bereits nach kurzer Zeit habe er bemerkt, dass der Zug abrupt bremste "und schon krachte es unwahrscheinlich und das Licht ging aus."

Insasse schildert Unglück: Überall haben Leute um Hilfe gerufen

Wie Patrick der Redaktion weiter schildert, habe er die Augen geschlossen und "Leute überall um Hilfe rufen" gehört. Er öffnete den Notschalter für die Tür, half einem Jungen aus dem Zug zu kommen und rief dann den Notruf an. Dort war man bereits informiert. Beherzt kümmerten sich die Insassen um die andere Fahrgäste: "Wir brachten die Zuginsassen alle an den Damm, nur einen Mann mit dem gebrochenen Bein konnten wir nicht transportieren. Kurz darauf kamen die ersten Rettungskräfte."

"Wir hätten gerne mehr rausgeholt, aber ohne Gerät hatten wir keine Chance."

Doch nicht alle hatten so viel Glück wie Patrick:"Aus dem zertrümmerten Teilen des Zugs kamen Hilferufe, aber man konnte in der Dunkelheit nichts tun", wird er auf "Rosenheim24.de" weiter zitiert. "Außerdem blitzte immer wieder die Oberleitung auf. Wir hätten gerne mehr rausgeholt, aber ohne Gerät hatten wir keine Chance."

FOTOS: Zugunglück in Bayern Bei Bad Aibling sind zwei Personenzüge frontal kollidiert
zurück Weiter Rettungskräfte am 09.02.2016 an der Unfallstelle eines Zugunglücks in der Nähe von Bad Aibling (Bayern). (Foto) Foto: Uwe Lein/dpa Kamera

Nach und nach kamen immer mehr Rettungskräfte an den Einsatzort. Gemeinsam mit den anderen Leichtverletzten wurde er schließlich zur Sammelstelle gebracht. Inzwischen durfte er wieder nach Hause und müsse nun erstmal das Geschehene verarbeiten.

Passend dazu der News-Ticker:Frontal-Crash! 2 Züge prallen aufeinander - Verletzte und Tote

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jko/sba/news.de

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