Dreharbeiten statt Terror-Anschlag: Bus-Explosion versetzt London in Angst und Schrecken

Viele Londoner sind am Sonntag aus ihrem gemütlichen Vormittag gerissen worden: Auf einer Brücke in der englischen Metropole explodierte ein Bus vor zahlreichen Zuschauern und löste Angst und Schrecken aus.

Einer der berühmten roten Doppeldeckerbusse in London explodierte am Sonntag auf der Lambeth-Brücke. (Symbol-Bild) Bild: dpa

Als am Sonntag Vormittag ein roter Doppeldeckerbus über die Lambeth-Brücke in London fährt, geschieht das Unglaubliche: Der Bus explodiert in einem riesigen Feuerball! Zahlreiche Zeugen versetzt das Inferno in Angst und Schrecken und weckt den Verdacht eines Terroranschlags.

Dreharbeiten empören Londoner Anwohner

Sie wissen zunächst nicht, dass es sich bei der Explosion nur um eine Szene für einen neuen Jacky-Chan-Film handelt. Regisseur Martin Campbell, der schon für einen James-Bond-Streifen hinter der Kamera stand, inszenierte den Stunt für seinen aktuellen Film "The Foreigner", in dem neben Jackie Chan auch Pierce Brosnan mitspielt.

Zwar hätten die Filmemacher sowohl die Sperrung der Brücke als auch die Explosion den örtlichen Behörden und via Twitter mitgeteilt. Offensichtlich haben aber nicht alle Londoner von den Dreharbeiten erfahren und fühlten sich unangenehm überrumpelt.

Explosion weckt schreckliche Erinnerungen in London

Grund dafür sei unter anderem die Tatsache, dass der Feuerball verwirrend real wirkte und deshalb viele Anwohner schockierte. So hätten sich auch einige Kinder in einem nahe gelegenen Park fast zu Tode geängstigt, so dass eine Augenzeugin wütend twittert: "Hey ihr Filmtypen, das nächste Mal, wenn ihr einen Bus auf der Lambeth-Brücke in die Luft jagt, sagt uns vorher Bescheid." Andere fühlten sich an die Terroranschläge vom 7. Juli 2005 erinnert.

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Da half es nur wenig, dass der konservative Politiker Nigel Huddleston auf Twitter kommentierte: "Es war nur für einen Film".

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kad/hos/news.de

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