Flüchtlingskrise 2016: Schleuser ließen sie im Stich: Frau und Kind auf der Flucht erfroren

Ein Mädchen und eine Frau sind im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Bulgarien erfroren. Sie waren mit einer Gruppe aus 19 Flüchtlingen unterwegs, darunter 10 Kinder. Unterdessen will Bulgarien den Grenzzaun zur Türkei weiter ausbauen.

In Bulgarien sind zwei Flüchtlinge erfroren. (Symboldbild) Bild: Georgi Licovski/dpa

Im bulgarischen Grenzgebiet zur Türkei sind ein Mädchen und eine Frau bei Kälte und Schnee erfroren. Die beiden seien mit einer Gruppe aus 19 Menschen illegal aus der Türkei nach Bulgarien gelangt, sagte Grenzschutz-Chef Antonio Angelow dem Staatsradio in Sofia am Sonntag. Schleuser hätten die Migranten im verschneiten Grenzgebiet im Raum Malko Tarnowo sitzen lassen.

Batschwarowa: "Tod konnte nicht verhindert werden"

Die Überlebenden - unter ihnen zehn Kinder - wurden in einer Klinik behandelt. Sie sagten, sie kämen aus dem Irak und Afghanistan. Die Grenzsoldaten hätten den Tod der Migrantinnen nicht verhindern können, sagte Innenministerin und Vize-Regierungschefin Rumjana Batschwarowa dem Fernsehsender bTV. "Das illegale Passieren der Grenze ist mit Risiken verbunden", warnte sie. Die legal eingereisten Migranten würden registriert und viele auf Risiken überprüft, was wenige Staaten täten.

Bulgarien verlängert Grenzzaun - Flüchtlinge sollen nur auf offiziellem Wege einreisen dürfen

Bulgarien verlängert derweil einen 30 Kilometer langen Grenzzaun zur Türkei, damit die Migranten nur über offizielle Grenzübergänge nach Bulgarien - und damit in die EU - gelangen können. Im ärmsten EU-Land wurden im vergangenen Jahr 27.000 Migranten aus Krisengebieten registriert. Das Nicht-Schengen-Land liegt nicht auf der aktuellen Balkanroute von Flüchtlingen über die Türkei und Griechenland nach Westeuropa.

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gea/news.de/dpa

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