Weiberfastnacht 2016: Bedeutung und Traditionen - Was hat es mit der Weiberfastnacht auf sich?

Am vierten Februar ist Weiberfastnacht, der Auftakt zum sogenannten Straßen-Karneval in der Bundesrepublik. Vor allem im Rheinland werden dann als Hexen verkleidete Frauen die Rathäuser stürmen und Männern mit Scheren auf den Pelz rücken. Wieso tun die Deutschen so etwas? Eine kurze Pathologie des närrischen Treibens.

Was zum Geier hat es mit den ganzen "Hexen" zur Weiberfastnacht auf sich? Und mit ihren Scheren? Bild: dpa

Morgen ist Weiberfastnacht. Je nachdem, wo man sich an diesem Tag in dieser Republik aufhalten wird, finden die Menschen vor Ort auch andere Worte dafür: "Fettdonnerstag" in der Region um Aachen, "Altweiberfastnacht" oder auch schlichtweg "Altweiber" im Rheinland. Obwohl die Weiberfastnacht kein gesetzlicher deutscher Feiertag ist, gilt dieser Tag nahezu im ganzen Rheinland als Quasi-Feiertag. Doch was hat es mit dieser Weiberfastnacht auf sich?

Weiberfastnacht 2016: Alte Weiber an die Macht!

Weiberfastnacht fällt auch in diesem Jahr wieder auf einen Donnerstag, und zwar den letzten vor Aschermittwoch. Letzterer stellt den Beginn der 40-tägigen Fastenzeit vor Ostern dar. Grundsätzlich markiert die Weiberfastnacht aber den Auftakt zur turbulentesten Phase des Karnevals:

In den Hochburgen dieser Republik, in Köln oder Düsseldorf etwa, stürmen dann um 11 Uhr und elf Minuten die "Alten Weiber", als Hexen verkleidete Frauen, die Rathäuser und übernehmen symbolisch die Macht bei einer zeremoniellen Schlüsselübergabe. Am Mittelrhein werden die Frauen auch "Möhnen" genannt. In manchen Regionen gibt es zu Altweiber regelrechte Altweiberbälle, die einem Maskenball gleichkommen.

Diese Begriffe rund um Fastnacht sollten Sie kennen!
Karneval von A bis Z
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Warum Hexen?

Kulturgeschichtlich ist nicht eindeutig belegt, warum sich als Hexe verkleidet wird. Allerdings geht der Karneval auf ur-germanische Bräuche in der kalten Jahreszeit zurück: Die Hexenmasken könnten ursprünglich zur Vertreibung böser Geister oder auch zur Vertreibung des Winters genutzt worden sein. Ein anderer Brauch zu Altweiber ist, dass Frauen den Männern ihre Krawatten abschneiden – und sie damit sozusagen entmannen.

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