Wurde der Elefantenbulle gereizt?
Tourist in Thailand von Elefant totgetrampelt

Sechs Tote in fünf Monaten - das ist die traurige Bilanz der tödlichen Zwischenfälle mit Elefanten in Thailand. Jüngst wurde ein schottischer Tourist Opfer eines Elefantenbullen in der Musht.

Elefantenbullen in der Musht sind besonders aggressiv. Darum raten Experten davon ab, diese Tiere auf Tracks einzusetzen. Symbolbild. Bild: Fotolia/arttikstockphoto

Ein außer Kontrolle geratener Elefant hat in Thailand einen Touristen getötet. Der Mann (36) aus Schottland hatte mit seiner 16 Jahre alten Tochter auf der Ferieninsel Koh Samui an einem der populären Elefanten-Trecks teilgenommen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Das Tier sei plötzlich fahrig geworden, habe den Mann abgeworfen und tot getrampelt. Tochter und Elefantenführer wurden nicht verletzt.

Elefant in der Musht trampelt schottischen Touristen tot

Berichte, wonach der Mann das Tier gereizt habe, seien falsch, sagte der Gründer der Wildlife Friends-Stiftung inThailand, Edwin Wiek. "Der Elefant war in der Musht" - so bezeichnet man bei Elefanten einen Testosteronschub, der die Tiere einmal im Jahr besonders aggressiv macht. Elefantenbullen sollten nach Ansicht von Wiek überhaupt nicht auf solchenTrecks eingesetzt werden. Nach seinen Angaben gab es in den vergangenen fünf Monaten sechs tödliche Zwischenfälle mit Elefanten in Thailand.

FOTOS: Safari in Namibia Die wilden Tiere vom Etosha-Nationalpark
zurück Weiter Die wilden Tiere vom Etosha-Nationalpark (Foto) Foto: Paula French/Shutterstock.com/spot on news Kamera

Koh Samui, etwas größer als Fehmarn, empfängt jedes Jahr rund eine Million Touristen, darunter zehntausende aus Deutschland. Die Hochsaison ist von Oktober bis Dezember.

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Video: dpa

saw/sba/news.de/dpa

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