Das Monster von München
Hebamme wollte Frauen bei Entbindungen töten

Mehrere werdende Mütter entgingen nur knapp dem Tod. Eine geltungssüchtige Hebamme versuchte offenbar in mindestens sieben Fällen, die Frauen während des Kaiserschnitts mit blutverdünnenden Mitteln zu töten.

Regina K. und der Anwalt der Angeklagten vor Prozessbeginn. Die Hebamme soll Frauen bei Kaiserschnitt-Geburten Blutverdünner gegeben haben. Die Patientinnen überlebten nur knapp. Bild: Sven Hoppe/dpa

Kann ein Mensch wirklich zu solchen Gräueltaten fähig sein? Die 34-jährige Hebamme Regina K. muss sich ab heute (26.1.2016) in München zu unglaublichen Vorwürfen äußern. Sie soll in mehreren Fällen Frauen während Kaiserschnitt-Geburten Blutverdünner gegeben haben, um sie zu töten.

Hebamme wollte Frauen wahrscheinlich während des Kaiserschnitts verbluten sehen

Ursprünglich war Regina K. in neun Fällen angeklagt. Zwei der Fälle stellte das Gericht jedoch noch am ersten Verhandlungstag ein. Bei den Frauen wurde die Gebärmutter entfernt. In einem der Fälle soll die 34-Jährige sogar ein Mittel verabreicht haben, das bei Abtreibungen verwendet wird. Die Staatsanwaltschaft geht nicht davon aus, dass diese Fälle das mögliche Strafmaß sonderlich beeinflussen.

Tod der Frauen konnte durch Notoperationen verhindert werden

Die Hebamme soll sowohl im hessischen Bad Soden, als auch am Müchner Klinikum Großhadern blutverdünnende Mittel in die Infusionen gebärender Mütter gemischt haben. Der Tod der Frauen konnte nur dank Notoperationen verhindert werden, berichtet "Bild Online".

Eines der Opfer war als Nebenklägerin im Gerichtssaal anwesend und brach bei der Verlesung der Anklage in Tränen aus. Die Angeklagte selbst wollte sich am ersten Verhandlungstag nicht äußern. Das Gericht überprüft den Fall nun an voraussichtlich 52 Verhandlungstagen mit Hilfe von 94 Zeugen und sechs Sachverständigen, schreibt "Bild Online". Als Motiv werden Geltungsbedürfnis und Machtdemonstration vermutet.

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saw/ruc/news.de

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