Legal Highs
Lebensgefahr! 16 Verletzte dank "legaler Drogen" in Hannover

Sie wollten am Wochenende nur etwas Spaß haben, das Leben genießen und den ganzen Stress vergessen. Doch als 16 junge Menschen in Hannover zu sogenannten Legal Highs griffen, ging es nur noch ums Überleben.

"Legal Highs" sind nicht verboten, dafür sehr gefährlich. Ein Mitarbeiter des LKA Rheinland-Pfalz hält einen Beutel mit einer dubiosen Kräutermischung in der Hand. Bild: dpa

Keine Macht den Drogen! Auch nicht den legalen. Denn natürlich sind Drogen jeglicher Art aufgrund ihrer gefährlichen Wirkungen in Deutschland verboten. Anders als zum Beispiel in den Niederlanden, wo der Konsum von weichen Drogen wie Marijuana nicht unter Strafe steht. Doch es gibt Ausnahmen: Legal Highs. "Legale Höhenflüge" sind meist Kräutermischungen und bestehen in Gänze aus erlaubten Substanzen. Die Mischung mit Zusätzen wie Lufterfrischer und Reiniger kann jedoch tödlich sein. In Hannover vergifteten sich jetzt 16 Menschen, ein Opfer schwebt in Lebensgefahr.

16 Menschen in Hannover dank "Legal Highs" in Lebensgefahr! Zwei junge Männer festgenommen

In Hannover haben sich jetzt innerhalb von zwei Tagen 16 Menschen durch den Konsum solcher berauschender High-Macher vergiftet. Eine 23-jährige Frau erlitt sogar lebensbedrohliche Verletzungen und schwebt in Lebensgefahr, wie die Polizei am vergangenen Montag mitteilte. Die Beamten nahmen mittlerweile zwei junge Männer fest, die die legalen Drogen unter anderem im Umfeld von zwei alternativen Kulturzentren verkauft haben sollen. Die beiden festgenommenen Männer in Hannover sind 27 und 29 Jahre alt, sie müssen sich nun wegen Verdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln und wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Sie werden laut Polizei am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt.

Online Arzt und Apotheke

Legal Highs - Harmloser Name, gefährliche Wirkung

Wegen ihrer unberechenbaren Wirkung werden die "legalen Drogen" von Experten als sehr gefährlich eingeschätzt. Sie führen zu Vergiftungen, Krampfanfällen, Bewusstlosigkeit und komatösen Zuständen. Erst vor kurzem war in Baden-Württemberg ein Frau nach dem Konsum von Legal Highs gestorben.

Legal-High-Kräutermischungen gaukeln mit ihren oft bunten Verpackungen vor, unbedenkliche Naturprodukte zu sein. Im Internet werden sie als vermeintlich legale Alternative zu illegalen Drogen angeboten. Der private Besitz von Legal Highs ist in Deutschland bislang nicht strafbar, solange sie nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fallen.

Viele Hersteller haben sich nach Erkenntnissen von Experten darauf spezialisiert, die Substanzen in den Mischungen chemisch so leicht zu verändern, dass sie nicht mehr unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Oft tragen die Legal Highs auch harmlose exotische Namen wie "Bonzai Summer Boost" oder "Amazonas Vanilla".

FOTOS: Zwischen Alkohol und Crack Promis im Drogensumpf
zurück Weiter Zwischen Alkohol und Crack: Promis im Drogensumpf (Foto) Foto: ddp images/spot on news Kamera

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

ruc/Ife/dpa/news.de

Bleiben Sie dran!

Wollen Sie wissen, wie das Thema weitergeht? Wir informieren Sie gerne.

1 Kommentare
  • Anfu

    26.01.2016 18:17

    Keiner zwingt sie das Zeug zu nehmen , diese Leute die meinen sowas zu versuchen müssen Sie mit den konsequenzen leben. Wer meint mit seinem Leben Glücksrad spielen zu müssen soll halt so ein Gift nehmen.

    Kommentar melden

Kommentar schreiben

noch 600 Zeichen übrig

Empfehlungen für den news.de-Leser