One-Night-Stand mit Hindernissen
Mann muss Polizei informieren, wenn er Sex hat

Dieser Fall erregt die Gemüter. Ein nicht namentlich genannter Mann muss der britischen Polizei 24 Stunden vorher bescheid geben, wenn er Sex haben wird - inklusive Namen und Adresse. Andernfalls droht ihm eine Gefängnisstrafe.

Ein Mann in England muss der Polizei 24 Stunden vorher bescheid geben, wenn er Sex hat. Bild: fotolia/sakkmesterke

Möglich macht dies das sogenannte "sexual risk orders". Diese können Gerichte in Großbritannien erlassen, wenn sie eine Person in sexueller Hinsicht für eine Gefahr halten, es aber keine tatsächliche Anklage wegen eines Sexualdelikts gibt. So geschehen im englischen York, über das die lokale Zeitung "York Press" berichtete.

Mann muss der Polizei mitteilen, wann er Sex hat

Ein Mann wurde demnach von der Polizei als potentieller Sexualstraftäter eingestuft. Obwohl ihm kein Vergehen nachgewiesen werden kann, muss er nun einen Tag vorher ankündigen, wenn er Sex haben will. Zudem muss er der Polizei den Namen, die Adresse und das Geburtsdatum seiner Sex-Partnerin bekannt geben. Doch das ist noch nicht alles. Die Beamten müssen auch über alle internetfähigen Geräte und Mobiltelefone, sowie seinen Aufenthaltsort bescheid wissen. Verstößt er gegen die Vorschriften, kann er im Gefängnis landen. 

Frauenschutzorganisation begrüßt das Urteil

Nach Angaben des "Independent" können die britischen Behörden von den "sexual risk orders" Gebrauch machen, wenn sie eine Person für eine Gefahr für Kinder oder beeinflussbare Erwachsene halten. Eine Anklage oder Verurteilung wegen eines tatsächlichen Sexualdelikts ist dafür nicht nötig. Wie der "Focus" berichtet muss die Polizei lediglich ein Gericht von der Notwendigkeit einer entsprechenden Verfügung überzeugen.

"Wir haben eine alarmierende Anzahl von Vergewaltigungen und sexueller Missbrauchsfälle in diesem Land, die oft sehr schwierig vor Gericht zu bringen sind", verteidigte die Vorsitzende einer Frauenschutzorganisation die Regelung gegenüber dem "Independent". "Aus der Forschung wissen wir, dass die Angreifer oft Wiederholungstäter sind und mit diesen gerichtlichen Verfügungen können wir die Öffentlichkeit schützen."

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jko/gea/news.de

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