22.01.2016, 11.01 Uhr

Für die Schularbeit: Lehrer will Sex-Foto von Schülerin (16)

Um seine perversen Fantasien zu befriedigen, erpresste ein österreichischer Lehrer seine Schülerin. Unglaublich! Er wollte ihre intimsten Geheimnisse bei Facebook veröffentlichen - samt Nacktfotos und Sex-Fragebögen.

Sex-Fotos gegen Schularbeiten: In Österreich muss sich nun ein Lehrer vor Gericht verantworten. (Symbolbild) Bild: vadymvdrobot/Fotolia

Lehrer haben in unserer Gesellschaft eine besondere Rolle. Gemeinsam mit den Eltern sollen sie die Kinder auf das Leben nach der Schule vorbereiten, sie lehren und im besten Falle inspirieren. Doch immer wieder nutzen einige Pädagogen diesen Sonderstatus aus, um ihren perversen Neigungen nachzugehen. In Österreich wehrte sich nun eine Schülerin (16).

Sex-Fragebogen und Nacktfotos

Das hatte sich der Mathe-Lehrer aus der Steiermark wohl anders vorgestellt. Um einer Schülerin "zu helfen", schlug er einen besonders anstößigen Handel vor: Schularbeitenbeispiele gegen Nacktfotos! Zuvor hatte der Pädagoge die Schülerin bereits einen Sex-Fragebogen, der angeblich von einer deutschen Psychologiestudentin kam, ausfüllen lassen, wie "Österreich.at" berichtet. Nun drohte er ihr, ihre "intimen Antworten auf Facebook" zu veröffentlichen. Womit der 33-Jährige nicht rechnete, ist der Schneid der 16-Jährigen. Denn diese vertraute sich einer Lehrerin an: Anzeige, Prozess.

Versuchte Nötigung?

Vor dem Richter versuchte der Mathe-Prof, der trotz Suspendierung 2.600 Euro netto im Monat verdient, sich zu entschuldigen und das Geschehene kleinzureden: "Das war einfach blöd, ich entschuldige mich." Den Vorwurf der versuchten Nötigung kann er gar nicht nachvollziehen. Es sei doch nur "blödes Gerede auf Facebook" gewesen. Auch seien angeblich keine E-Mails auf seinem PC verschwunden.

"The Dancer"

Kennengelernt haben sich Lehrer und Schülerin bei einer schulinternen Tanzveranstaltung. "Ja, ich tanze seit meinem achten Lebensjahr, deswegen auch meine private E-Mail-Adresse 'thedancer'", so der Pädagoge. Im Anschluss sollen beide über Facebook mit einander geschrieben haben. "Österreich.at"-Informationen zufolge, soll es auch weitere ähnliche Versuche gegeben.

In erster Instanz wurde der Lehrer zu fünf Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe von 17.500 Euro verurteilt. Sowohl Lehrer als auch die Staatsanwältin gingen in Berufung.

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ruc/Ife/news.de

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