Nach den Sex-Attacken
Alice Schwarzer macht IS für Kölner Exzesse mitverantwortlich

Nach den Sex-Attacken von Köln haben sich mit der Publizistin Alice Schwarzer (73) und der Frauenrechtlerin Joumana Haddad (45) nun zwei prominente Feministinnen in die aufgeheizte Debatte um sexuelle Gewalt eingeschaltet – wenn auch in recht unterschiedlicher und bisweilen kontroverser Weise: Während Haddad die Erziehung muslimischer Mütter kritisiert, denkt Schwarzer über eine IS-Beteiligung an den Übergriffen nach.

Hat bezüglich der Übergriffe von Köln eine Beteiligung des IS ins Spiel gebracht: Alice Schwarzer. Bild: dpa

Bei "Markus Lanz" überraschte Alice Schwarzer, selbst ernannte Feministin erster Stunde, mit teils kruden Verschwörungstheorien zu den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht. Dass sexuelle Gewalt "keine Erfindung von fremden Männern", sondern ein geradezu uraltes Problem sei – damit schienen die anderen Gesprächsteilnehmer, zu denen neben dem Moderator auch der Philosoph Richard David Precht, "Bild"-Journalist Nikolaus Blome und Ex-Sportmoderatorin Monica Lierhaus zählten, durchaus einverstanden. Die Ausführungen Schwarzers, die dann jedoch folgten, sollten mindestens diskutabel sein und sorgten in der Runde auch für teils hitzige Gefechte.

Muslimischer "Feldzug" gegen Europa und Amerika

Entscheidend bei den Tätern von Köln sei, dass es sich um Männer aus dem muslimischen Kulturkreis gehandelt habe, so die Publizistin. In dieser Region sei seit 1979 "die Hölle los", womit sich Schwarzer auf die Islamische Revolution im Iran bezog, die den Schah von Persien zu Fall und die heutigen Mullahs an die Macht brachte. Letztere hätten – so Schwarzer – in den vergangenen 36 Jahren mithilfe Verbündeter wie Pakistan und Saudi-Arabien "einen Feldzug bis hin in das Herz von Europa und sogar nach Amerika initiiert".

FOTOS: Alice Schwarzer Flintenweib und Feministin

Des Weiteren sei nicht die Tatsache von Belang, dass es unter den Tätern auch Flüchtlinge gegeben habe: Das Hauptproblem heiße "25 Jahre" versäumte "wirkliche" Integration in Deutschland sowie "falsche Toleranz, die Probleme nicht benannt hat, aus Angst vor dem Rassismus-Vorwurf." Auf was genau sich Schwarzer mit ihrer Angabe von 25 Jahren allerdings konkret bezog, blieb undiskutiert.

Polizei ebenfalls in der Kritik

Kritik an Schwarzers Aussagen kam lediglich von Nikolaus Blome: Dieser sah den eigentlichen Skandal von Köln in einer völlig unzureichend agierenden und sichtlich hilflosen Polizei, die zwar dazu in der Lage sei, "Knöllchen zu verteilen" und "auf Autobahnen zu blitzen", vor dem Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht die Ereignisse jedoch nicht ansatzweise in den Griff bekommen hätte. Daraufhin mutmaßte Schwarzer, die Beamten hätten sicherlich "auch selber Angst" gehabt und bei einer "Übermacht von über 1.000 Entfesselten" hätte man ja schließlich auch "sehr schnell ein Messer im Bauch". Die aufgebrachte Feministin war hiermit jedoch noch lange nicht am Ende...

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2 Kommentare
  • tyty

    16.01.2016 05:48

    Welch ein Kadavergehorsam bei der CDU.Bald wird das Wetter besser und dann haben wir die naechste Million.Supermaerkte werden leergerauemt und die ersten Slums werden entstehen an Autobahnen in den Ballungsgebieten.Deutsche brauchen fast nicht mehr in den Knast,weil der mit Sexualstraftaetern ueberbelegt ist. usw,usw...Und weil die USA jetzt auch so richtig bombt,werfen die Isis Typen ihre Uniform weg und beantragen Hartz 4.....In einem Misstrauensvotum...fast jede CDU Frau ist besser als Merkel ,wird sie richtig schoen abserviert.

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  • Alwin Albrecht

    15.01.2016 14:30

    "prominente Feministinnen" ...sagt alles. Wann begreifen solche Leute, wir haben es hier mit einer Kultur zu tun, die in Ihrer Entwicklung gegenüber unserer um einige hundert Jahre zurück liegt. Viele von den Leuten sind Analphabeten und leben in Verhältnissen die für uns kaum vorstellbar sind. Da regiert das Faustrecht. Diese Leute sind nicht in einem Jahr zu integrieren. Dazu braucht es Jahrzehnte und bis dahin lassen wir stehlen, morden und vergewaltigen. Unser Rechtssystem ist dafür nicht ausgelegt! Unsere Willkommenskultur werden wir teuer bezahlen müssen und das nicht nur finanziell.

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