12.01.2016, 15.39 Uhr

Vom Schulhof ins Bordell: Opfer vergewaltigt, geschlagen und zwangsprostituiert

Zwei Brüder haben eine 19-Jährige vom Schulhof weg in ein anderes Land entführt und sie dann zur Prostitution gezwungen. Die Angeklagten sollen die Frau zudem mehrfach vergewaltigt, getreten, gebissen und geschlagen haben.

Eine 19-Jährige musste sich zwangsprostituieren. Bild: Fotolia/pbrazauskas

Menschenhandel, Zuhälterei und Freiheitsberaubung hat die Staatsanwaltschaft zum Auftakt eines Prozesses am Landgericht Fulda zwei Brüdern aus Rumänien vorgeworfen. Sie sollen im Dezember 2013 eine damals 19-Jährige von einem Schulhof in Rumänien in ihr Auto gelockt, nach Deutschland gebracht und in Eisenach und Bad Hersfeld zur Prostitution gezwungen haben. Zum Verhandlungsauftakt am Dienstag wurde nur die Anklage verlesen.

Angeklagter vergewaltigte junge Frau mindestens dreimal, schlug, trat und biss sie

Demnach hat der 24-jährige Angeklagte die junge Frau in einer Wohnung in Eisenach mindestens dreimal vergewaltigt und dabei geschlagen, getreten und gebissen. Sein 29 Jahre alter Bruder soll eine Vergewaltigung mit dem Handy gefilmt haben. Geld, Handy und Ausweis wurden ihr abgenommen, sie wurde eingeschlossen.

Frau wurde zur Prostitution gezwungen

Das Opfer musste demnach später in Bordellen in Eisenach und Bad Hersfeld anschaffen. In Bad Hersfeld rettete ein Rumänisch sprechender Mann - als Freier getarnt - die Frau aus dem Bordell und brachte sie im Januar 2014 zur Polizei. Kurz darauf reiste sie zurück nach Rumänien.

Die Angeklagten sitzen seit Mitte Juni 2015 in Untersuchungshaft. Sie wurden erst anderthalb Jahre nach den Taten festgenommen, weil die Frau nicht wusste, in welcher Stadt sich das erste Bordell befand.

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gea/news.de/dpa

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