"Absolut schaurige Tat" in Philadelphia: 11 Schüsse! US-Polizist überlebt Kugelhagel durch IS-Anhänger

Mindestens elf Schüsse soll Edward Archer abgefeuert haben. Der mutmaßliche IS-Anhänger hatte am Donnerstagabend einen Polizisten in Philadelphia attackiert, später wurde er gefasst. Der Angriff lässt die Terror-Angst in den USA wachsen.

"Absolut schaurige" Tat: Eine Kamera filmte den Angriff auf US-Polizist Jesse Hartnett. Philadelphias Polizeichef Richard Ross kommentierte die Tat mit dem genannten Zitat. Bild: dpa/ PHILADELPHIA POLICE DEPARTMENT

Update:

Nach den Schüssen auf einen Polizisten in Philadelphia soll sich der Attentäter zur Terrormiliz Islamischer Staat bekannt haben.

"Ich folge Allah. Ich schwöre dem Islamischen Staat meine Treue, und deshalb habe ich es getan," soll der 30-Jährige laut Angaben der Mordkommission gesagt haben. Kommissionschef James Clark sagte am Samstag dem Fernsehsender CNN: "Diese Äußerungen hat er immer wiederholt. Mehr hat er uns nicht sagen wollen."

Was genau Archer zu der Tat bewegte, ist derzeit noch unklar. Zwar habe er bei seiner Begründung auf den Islamischen Staat und Allah gepriesen, "Er hat aber sehr viel gesagt", meinte Polizeichef Richard Ross zur Motivlage. So habe Archer ebenfalls angegeben, die US-Polizei verteidige Gesetze, die nicht im Einklang mit der Lehre des Islam stünden.

US-Polizist von angeblichem IS-Anhänger attackiert: Elf Schüsse abgegeben

Am späten Donnerstagabend soll Archer den an einer Kreuzung stehenden Polizisten Jesse Hartnett in seinem Streifenwagen angegriffen und insgesamt mindestens elf Schüsse auf ihn abgefeuert haben. Drei davon trafen den Beamten im Arm, der seinerseits die Attacke abwehren konnte.

Als Archer daraufhin floh, habe Hartnett die Verfolgung aufgenommen und den Täter mit einem Schuss ins Gesäß gestellt. Der Mann sei als Krimineller polizeibekannt. Für den Angriff habe er eine gestohlene Polizeipistole verwendet.

Angst vor islamistischem Terror: BND warnt vor reaktionärem Verhalten

Die Attacke auf Jesse Hartnett schürt laut "Bild" die Angst vor islamistischem Terror in den USA. Erst im Dezember hatte dort ein pakistanisches Ehepaar ein Massaker in einer Sozialeinrichtung verursacht. 16 Menschen, sowie die beiden Täter kamen dabei ums Leben. Die Ehefrau soll der Terrormiliz IS im Internet die Treue geschworen haben.

Die USA gehören zu den Hauptakteuren der Koalition im Kampf gegen den Islamischen Staat. Entgegen der bisherigen Strategie, die ausschließlich auf Luftschläge setzt, verlangen zahlreiche Politiker jedoch auch den Einsatz von Bodentruppen. Zudem spricht der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump immer wieder von einer Abschottung des Landes zum Schutz vor Terroristen. Dass solcherlei reaktionäre Verhaltensweisen dem IS jedoch vielmehr entgegen kommen, zeigte zuletzt ein Bericht des Bundesnachrichtendienstes (BND).

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mie/sam/news.de/dpa

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