Prozess in Köln: Neues Jungfernhäutchen für Vergewaltigungsopfer

Im Prozess um die Vergewaltigung einer jungen Kurdin einigten sich Täter und Opfer auf die Zahlung von 5.000 Euro. Damit möchte sich das Opfer das zerstörte Jungfernhäutchen operativ wiederherstellen lassen.

Eine junge Kurdin kann sich durch die Zahlung von 5.000 Euro ihres Vergewaltigers das Jungfernhäutchen wiederherstellen lassen. Bild: Fotolia/plastique

Vor vier Jahren hatte der Kiosk-Betreiber die junge Kurdin (heute 24) vergewaltigt und entehrt. Die Staatsanwältin sagte "Bild Online": "Sie war körperlich nicht in der Lage, ihn abzuwehren."

Vergewaltiger zahlt 5.000 Euro für neues Jungfernhäutchen des Opfers

Niemand darf erfahren, dass die 24-Jährige bereits entjungfert wurde, sonst darf die junge Frau nicht heiraten. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es für das Opfer: Ihr Peiniger zahlt 5.000 Euro an die Frau. Mit dem Geld wird sie ihr Jungfernhäutchen wiederherstellen lassen.

"Etwas erreicht, das für meine Mandantin am wenigsten schlimm ist"

Nach der Zahlung ist für den Vergewaltiger sogar eine Bewährungsstrafe möglich, wodurch dem Opfer der Weg ins Gericht erspart bliebe. Sie hat Angst, dass anderenfalls jemand von der ihr zugefügten Schande erfahren könnte. Ihre Anwältin Funda Bicakoglu sagte "Bild Online": "Wir haben etwas erreicht, das für meine Mandantin am wenigsten schlimm ist."

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saw/grm/news.de

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