Flüchtlinge konvertieren
Vom Islam zum Christentum: "Keine Religion des Friedens mehr"

Im österreichischen Eisenstadt werden an Ostern die ersten muslimischen Flüchtlinge getauft. Den Konfessionswechsel begründen sie mit den Glaubenskriegen in ihrer Heimat und der aufopfernden Arbeit des Pfarrers.

Flüchtlinge in Österreich konvertieren zum Christentum. Symbolbild. Bild: Fotolia

Die aufopfernde Flüchtlingsarbeit des Pfarrers Erich Bernhard im Dompfarrzentrum in Eisenstadt (Österreich) scheint Früchte zu tragen. Die Asylbewerber, um die er sich kümmert, konvertieren zum Christentum.

Aufopfernde Arbeit eines österreichischen Pfarrers verleitet Flüchtlinge zum Konfessionswechsel

Pfarrer Bernhard kümmert sich um die Flüchtlinge, die in seiner Gemeinde untergekommen sind. Neun Asylbewerber sind momentan im Dompfarrzentrum in Eisenstadt untergebracht. „Ich hatte, bis ich nach Österreich gekommen bin, keinen Kontakt mit der christlichen Religion. Pater Erich hat mich sehr beeindruckt, er hilft uns Flüchtlingen, so etwas gibt es in meiner Heimat nicht", so Goran Faeq, einer der Asylbewerber in der Gemeinde.

Auch wenn sie erst vor wenigen Wochen nach Österreich gekommen sind, für die meisten der Eisenstädter Flüchtlinge steht fest: Wir konvertieren zum Christentum! „Der Islam ist eigentlich eine Religion des Friedens und das ist nicht der Fall. Es werden Kriege aufgrund des Glaubens in meiner Heimat geführt. Hier in Österreich ist das anders, hier gibt es keine Probleme. Hier leben die Menschen friedlich miteinander", begründet Mohammad Reza seine Entscheidung.

Asylbewerber in Eisenstadt (Österreich) werden an Ostern getauft

„Im Islam wird ihnen erzählt, dass Gott dich bestraft, wenn du etwas Böses tust. In der christlichen Religion ist das anders, hier vergibt einem Gott, wenn man einen Fehler macht und das finde ich sehr gut", zitiert "burgenland.orf.at" den Asylbewerber Nosrat Salami.

Nach dem Gottesdienst gibt es für die 15 Taufbewerber Religionsunterricht. „Dass wir als Christen die grundsätzliche Aufgabe haben, Menschen zu Jesus zu führen und missionarisch zu sein, liegt in der Natur der Sache. Wenn die Flüchtlinge sozusagen von selbst kommen und Interesse am christlichen Glauben haben, werden wir natürlich dafür offen sein", so Dompfarrer Erich Bernhard. Die ersten beiden Taufen stehen zu Ostern Ende März an.

FOTOS: 2015 - Das Jahr der Flüchtlinge Die Flüchtlingskrise in Bildern

Steckt hinter dem Konfessionswechsel Kalkül?

Einige Kritiker vermuten Kalkül hinter dem Konfessionswechsel. Die Annahme des Christentums als eigene Religion erhöht die Chancen, in Österreich bleiben zu dürfen. Sollten die Asylbewerber jedoch abgelehnt werden, könnten sie in ihren Heimatländern jedoch aufgrund ihrer neuen Religion verfolgt werden.

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saw/mie/news.de

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1 Kommentare
  • hellboy

    08.01.2016 18:10

    Für die, die bei uns bleiben wollen, ist Das ein Schritt in die richtige Richtung. Aber, - dem müssen Taten folgen, viele Taten....... -aber das Misstrauen wird noch viele Jahrzehnte andauern. Dazu ist in den vergangenen Jahrzehnten zuviel Leid und Elend im Namen des Islam geschehen......

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