Jahrestag des "Charlie Hebdo"-Attentats: Angreifer vor Pariser Polizeiwache hatte deutsche Sim-Karte

Gibt es eine Verbindung zwischen dem vor einer Pariser Polizeiwache erschossenen Bewaffneten und Deutschland? Zumindest eine deutsche Sim-Karte wurde nun bei ihm entdeckt. Die Frage nach seiner Identität bleibt weiterhin bestehen.

Paris in Aufregung: Der Angriff eines Mannes auf ein Polizeirevier im 18. Bezirk der französischen Hauptstadt sorgte nach den Anschlägen im vergangenen Jahr einmal mehr für ein großes Polizeiaufgebot. Bild: dpa/Yoan Valat

Der vor einer Pariser Polizeiwache erschossene bewaffnete Mann hatte eine deutsche Sim-Karte im Handy. Das sagte der für Terrorismus zuständige Staatsanwalt François Molins dem Radiosender France Inter. Der Mann war am Jahrestag des islamistischen Anschlags auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" auf zwei Polizisten zugelaufen und hatte ein Schlachterbeil gezogen.

Ein Jahr nach "Charlie Hebdo"-Attentat: Mann attackiert Pariser Polizisten

Zudem soll der Angreifer eine Sprengstoffgürtel-Attrappe sowie eine Abbildung der Flagge der Terrormiliz IS dabei gehabt haben. Bevor er erschossen wurde, habe er noch "Allahu Akbar" gerufen, wie die AFP über Twitter meldete.

Welches Ziel der Mann mit seiner Tat verfolgte, bleibt ebenso rätselhaft. Vermutungen zufolge, wollte er in das Polizeirevier eindringen. Gerade die Sprengstoffgürtel-Attrappe wirft jedoch Fragen auf. War die Tat vielleicht als überaus schlechter Scherz gemeint, der nun fatal endete? Eine undurchdachte Erinnerung an den Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo", das am Mittwoch vor einem Jahr von islamistischen Terroristen überfallen worden war? Die Antworten werden hoffentlich in den nächsten Tagen aufkommen.

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zurück Weiter Karikaturisten auf der ganzen Welt solidarisieren sich mit den Opfern von Charlie Hebdo. (Foto) Foto: ©harm / toonpool.com Kamera

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mie/sam/news.de/dpa

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