UN erwägt Maßnahmen gegen Nordkorea: Zündete Kim Jong Un tatsächlich eine Atombombe?

Was hat Nordkorea wirklich gezündet? Geoforscher glauben, dass es sich nicht um eine Wasserstoffbombe handelte - sondern vielmehr den früheren Atomtests ähnelte!

Kim Jong Un beim Beobachten einer Trainingseinheit der Armee. Bild: dpa

Der UN-Sicherheitsrat erwägt nach der mutmaßlichen Zündung einer Wasserstoffbombe in Nordkorea "weitere bedeutende Maßnahmen" gegen das international isolierte Land. Ob auch Sanktionen in Betracht kämen, sagte Elbio Rosselli, Vorsitzender des mächtigsten UN-Gremiums, nach einer Dringlichkeitssitzung am Mittwoch nicht.

Was zündete Kim Jong Un wirklich?

Forscher Lars Ceranna von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) glaubte zunächst an ein ganz normales Erdbeben, wie "Spiegel Online" berichtet. Doch was die Geräte der Messstation "Geres" im Bayerischen Wald am frühen Mittwochmorgen aufzeichneten, ähnelte vielmehr dem Signal des koreanischen Atombombentests aus dem Jahr 2013. Ort und Größe seien laut Ceranna fast identisch.

Bei der BGR in Hannover schätzt man, der Sprengsatz habe eine Kraft von 14 Kilotonnen gehabt. Das wäre vergleichbar mit der Hiroshimabombe der USA. Das schreibt der "Spiegel". Das hieße, die nordkoreanischen Staatsmedien hätten gelogen, als von einer Wasserstoffbombe die Rede war.

Erdbeben-Messstationen finden Hinweise auf Detonation einer Atombombe

Nordkorea hatte nach eigenen Angaben erstmals erfolgreich eine Wasserstoffbombe gezündet und damit weltweit Empörung ausgelöst. Atomexperten in Südkorea und anderen Staaten bestätigten am Mittwoch nach Erdbebenmessungen einen Kernwaffentest in dem international isolierten Land. Sie bezweifelten aber angesichts der begrenzten Sprengkraft, dass tatsächlich eine Wasserstoffbombe detonierte.

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lvo/news.de/dpa

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