Neuer IS-Henker in Propaganda-Video: Identifziert! Früher hat dieser Henker Hüpfburgen vermietet

In einem aktuellen Propagandavideo der Terror-Miliz Islamischer Staat tritt ein neuer Henker auf. Lange hat man um die Identität des Nachfolgers von "Jihadi John" gerätselt. Jetzt ist bekannt, wer hinter der Maske steckt. 

IS-Propagandavideo: Mutmaßlicher Henker Siddartha Dhar erschießt im Namen des IS fünf Geiseln. Bild: dpa

Ein neues Schock-Video der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zeigt fünf Geiseln, die vor laufender Kamera erschossen werden. Aus dem Hintergrund erklingt eine Stimme in perfektem British English, die Premier David Cameron mit Vergeltung droht: Es ist der aktuelle Henker des IS. Ein neuer „Jihadi John", wie „Die Welt" titelt. Und nicht nur das.

Gebürtiger Hindu: IS-Henker kommt aus London

Der Mann ist jetzt laut britischen Medien identifiziert. Der MI6 will den Henker als Siddartha Dhar erkannt haben. Der gebürtige Hindu lebte bis 2014 im Osten von London und war vor einigen Jahren zum Isalm konvertiert. Der mutmaßliche IS-Henker ist mit einer Muslimin verheiratet und hat mit ihr vier Kinder.

Nachdem er als Mitglied der verbotenen Islamistengruppe al-Muhajiroun in Untersuchungshaft saß, sei er im September 2014 nach Syrien geflohen und habe sich dem IS angeschlossen. Frau und Kinder habe er mitgenommen. Nach seiner Ankunft in Syrien postete er via Twitter ein Foto von sich mit Baby im Arm und Maschinengewehr in der Hand, wie „Die Welt" mitteilt.

Der neue "Jihadi John" verkaufte früher Hüpfburgen

Dabei war Siddharta Dhar gut integriert und hatte eine eigenes Geschäft, mit dem er Hüpfburgen vermietete. Dhars Schwester ist entsetzt und will nicht glauben, dass es sich bei dem Mann um ihren Bruder handelt, wie sie laut "Focus" einer britischen Nachrichtenagentur erklärte.

Schleierhaft ist allerdings, wie ein Mann, der polizeilich bekannt war und mehreren Islamistengruppen angehörte, nach seiner Haftentlassung fliehen konnte. Zumal er eine zentrale Rolle in der Terrorgruppe IS spielt.

Britische Sicherheitsbehörden haben geschlafen

Bereits in Großbritannien hätte man sein gefährliches Potenzial erkennen müssen. Er hat dort sogar als Sprecher einer islamischen Gruppierung bei der BBC die Vorzüge des IS gelobt und erklärt: „Wir glauben, dass der Führer eines reinen islamischen Staates eines Tages den Dschihad ausrufen und Großbritannien annektieren wird."

Wie es zu diesem Fehltritt seitens der britischen Sicherheitsbehörden kommen konnte, soll nun untersucht werden.

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kad/boi/news.de

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