Krisentreffen + Sondersendungen zu Kölner Übergriffen als Wiederholung: Angela Merkel verlangt hartes Vorgehen gegen Sex-Täter

Nach den brutalen Attacken auf Frauen in der Silvesternacht sind mehrere Krisentreffen einberufen. Die Kölner Polizei steht unter heftiger Kritik, Aufschreie zur Nationalität der mutmaßlichen Täter werden laut. Alle Informationen erfahren Sie hier.

Polizei nach Übergriffen in der Kritik: Erhöhtes Sicherheitsaufkommen in Zukunft. Bild: dpa

Die widerwärtigen Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht in Köln haben nun auch die Kanzlerin zu einer Aussage bewegt. Angela Merkel telefonierte mit der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos). Merkel habe ihre Empörung über die sexuellen Attacken ausgedrückt, die nach einer harten Antwort des Rechtsstaats verlangen. Die Schuldigen müssen so schnell wie möglich ausfindig gemacht und ohne Ansehen ihrer Herkunft oder ihres Hintergrundes bestraft werden.

Am Silvesterabend hatte sich auf dem Bahnhofsvorplatz in Köln eine Ansammlung von etwa 1000 Männern gebildet, die mit Feuerwerkskörpern um sich warfen. Als die Polizei einschritt, zersplitterte sich die Gruppe in viele kleinere. Danach soll es zu den Übergriffen gekommen sein. Frauen wurden demnach von Männergruppen umzingelt, sexuell bedrängt und ausgeraubt. In einem Fall ermittelt die Polizei wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung.

Übergriffe von Köln in der Wiederholung vom 05.01.2016: Das Erste zeigt Sondersendungen zur Gewalt in der Silvesternacht

Am Dienstag wurden zwei Krisentreffen zur Silvesternacht einberufen. Zusätzlich zeigte das Erste am späten Dienstagabend die Sondersendung "Gewaltexzesse in Köln: Anatomie der Silvesternacht". Ab 23.05 Uhr erfuhren Sie hier Details zu den brutalen Taten. Auch im Live-Stream der ARD stand die Sendung zur Verfügung.

Zuvor berichteten auch die Tagesschau und eine verlängerte Ausgabe der Tagesthemen über die Vorfälle in Köln und Hamburg. Wenn Sie die Sondersendung noch einmal sehen wollen, lohnt sich ein Blick in die ARD-Mediathek. Hier finden Sie noch einmal den Beitrag als Wiederholung.

Protest vor Kölner Dom gegen Gewalt gegen Frauen am Dienstagabend

Aus Protest gegen die Übergriffe in der Silvesternacht haben in Köln mehrere Hundert Menschen gegen Gewalt gegen Frauen demonstriert. Nach Angaben der Polizei kamen etwa 250 bis 300 Frauen und Männer zu der Kundgebung vor dem Dom. Sie forderten mehr Respekt und einen besseren Schutz von Frauen vor Gewalt ein. Zur Teilnahme an der Kundgebung war über soziale Netzwerke aufgerufen worden.

Bundesjustizminister Heiko Maas warnt vor Pauschalisierung der Flüchtlinge

Der Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) äußerte sich um 17.30 Uhr zu Übergriffen in der Silvesternacht. Die Attacken seien eine "neue Dimension der Kriminalität, mit der man sich auseinander setzen muss", so Maas. Die Masse zu nutzen, um Straftaten zu begehen, sei unentschuldbar. Auch der Minister kommentierte den Vorwurf, die Täter seien Flüchtlinge gewesen. Maas bat darum, nicht zu pauschalisieren: "Es kommt im Strafrecht nicht darauf an, wo jemand herkommt oder welchen Pass er besitzt. Es kommt darauf an, was jemand getan hat."

Die Ermittlungen zu den Übergriffen seien im vollen Gange. Um die Straftäter ausfindig zu machen, könne man die gestohlenen Handys orten. Maas zufolge müsse zudem eine Organisation hinter der Ansammlung und den Verbrechen stecken. Die Menschen müssen sich verabredet haben.

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