Heilige Drei Könige 2016: Gut shoppen am 1. Feiertag im neuen Jahr

Das Jahr ist gerade mal ein paar Tage alt und schon gibt es wieder was zu feiern. Denn am 6. Januar 2016 werden zum so genannten Dreikönigsfest die Heiligen Drei Könige gefeiert. Erfahren Sie hier in welchem Bundesland Sie die Füße hochlegen können und wo verkaufsoffen ist.

Hunderte Sternsinger laufen am 30.12.2013 in Leutkirch im Allgäu. Bild: dpa

Und schon haben wir den ersten Feiertag im neuen Jahr. Der 6. Januar ist nämlich in Bayern, Baden Würtemberg und Sachsen-Anhalt ein gesetzlicher Feiertag. Nur was genau wird eigentlich gefeiert?

Die Bedeutung des Dreikönigsfest bzw. Heilige Drei Könige

Die katholische Kirche feiert zum Dreikönigsfest am 6. Januar die "Erscheinung des Herrn". Der biblischen Überlieferung zufolge reisten Caspar, Melchior und Balthasar von einem Stern geleitet nach Bethlehem und huldigten dem dort geborenen Christkind. Es waren aber keine Monarchen, in Übersetzungen wurden sie Magier, Weise oder Sterndeuter genannt. Erst der Volksglaube machte die "Drei Weisen aus dem Morgenland" zu Königen. In katholisch geprägten Regionen spielen das Dreikönigsfest und damit verbundene Traditionen eine große Rolle. Zu den bekanntesten Bräuchen zählt das Sternsingen. Orthodoxe Christen feiern am 6. Januar ihr Weihnachtsfest.

Wo ist verkaufsoffen am 6. Januar 2016?

Aufgrund des Feiertags müssen die Geschäfte in Österreich, Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt geschlossen bleiben – für alle übrigen Bundesländer ist dies jedoch ein ganz normaler Wochentag mit den üblichen Ladenöffnungszeiten. Wenn Sie trotzdem gerne shoppen möchten, können Sie ihre freie Zeit auch für einen Ausflug ins Nachbarland nutzen. Bayern und Sachsen-Anhaltiner können zum Einkaufen auf Hessen, Thüringen und Sachsen ausweichen, für letztere bieten sich auch Berlin, Niedersachsen und Brandenburg an. Für Shoppingwillige in Baden-Württemberg lohnt sich eine Einkaufstour nach Rheinland-Pfalz oder Hessen. Bei kleineren Besorgungen müssen Sie auf die Tankstellen oder Banhofsshops zurückgreifen.

Die Namen der Heiligen drei Könige: Caspar, Melchior und Balthasar

Von einem Monarchentrio ist in der Bibel zuerst nichts zu lesen. Der Evangelist Matthäus schreibt lediglich über Sterndeuter, Weise oder Magier, die nach Bethlehem kamen, um dem neugeborenen Jesus zu huldigen. Erst im sechsten Jahrhundert wurden daraus die drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar. Meist wird Caspar als Myrrhe schenkender Afrikaner abgebildet, der Europäer Melchior bringt Gold, und Balthasar als asiatischer König schenkt Weihrauch.

Ihre Initialen finden sich in katholischen Gegenden an vielen Haustüren wieder. Die Sternsinger bringen sie jedes Jahr um den 6. Januar an. Bei C+M+B - eingerahmt von der aktuellen Jahreszahl - handelt sich um die Anfangsbuchstaben des lateinischen Segensspruchs "Christus Mansionem Benedicat" - zu Deutsch: Gott segne dieses Haus.

Sternsinger sammeln als Heilige Drei Könige für wohltätige Zwecke

Das Sternsingen oder Dreikönigssingen zählt zu den ältesten katholischen Bräuchen. Nach Angaben des Kindermissionswerks ist es die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. In den Tagen rund um das Dreikönigsfest am 6. Januar ziehen Mädchen und Jungen als Könige verkleidet von Haus zu Haus und sammeln Geld für soziale Projekte weltweit. Sie klingeln an den Türen und verkünden singend Christi Geburt.

Die Spenden-Einnahmen lagen in den 80er Jahren noch bei 22 Millionen D-Mark (rund 11,25 Millionen Euro). Seitdem stiegen sie kontinuierlich - auf zuletzt 45,5 Millionen Euro.

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jko/hos/news.de

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