Erneuter Terror-Alarm in München: Brüder aus Irak lösten Terror-Chaos aus - Fahndung läuft

Nur wenige Tage nach den Terror-Warnungen in München kommen erste Details ans Licht. Demnach soll ein Iraker die Polizei noch vor Weihnachten das erste Mal gewarnt haben. Dringender Tatverdächtige: Sein eigener Bruder - und sechs weitere mutmaßliche Terroristen.

In München entspannt sich die Lage etwas. Bild: Sven Hoppe/dpa

Die Terrorwarnungen in München hielten vor wenigen Tagen ganz Deutschland in Atem. Nun sind erste Details zum Fall bekannt geworden. Der erste Hinweis auf einen möglichen Terroranschlag in München soll nach einem Medienbericht am Tag vor Weihnachten auf einem baden-württembergischen Polizeirevier eingegangen sein.

Ein Mann aus dem Irak gab ersten Terror-Hinweis

Ein Mann aus dem Irak habe angerufen und angegeben, sein in dem Land lebender Bruder kenne die Attentäter, berichtet der Radiosender SWR-Info. Der Staatsschutz wurde sofort alarmiert. Die bayerische Polizei habe ermittelt, die Männer aber nicht finden können, ebenso wie andere europäische Behörden, die benachrichtigt wurden. Als an Silvester ein ähnlicher Hinweis das Bundeskriminalamt erreicht habe, sei der Alarm ausgelöst worden.

Der Mann aus dem Irak sprach von einem Terroranschlag um den 6. Januar herum

Der Bruder hatte den Behörden mitgeteilt, dass es in München ein Anschlag um den 6. Januar herum geplant sei, berichtet der "Focus" unter Berufung auf den "BR". Demnach sollten sieben Männer Anschläge auf den öffentlichen Nahverkehr verüben. Dabei seien zunächst keine Ziele oder eine Anschlagszeit zu Silvester im Gespräch gewesen. Jedoch seien bereits Namen genannt worden. Der Verfassungsschutz, das BKA und der BND ermittelten zu den Anschlags-Hinweisen unter dem Codenamen "Januar".

Die Polizei untersuchte mehrere Wohnungen und Hotelzimmer - ohne Ergebnis

Die Polizei stürmte zwei Wohnungen und durchsuchte mehrere Hotelzimmer in München, wie der "Focus" weiter berichtet. Jedoch blieben die Untersuchungen ohne Ergebnis. Man glaubte bereits an einen Fehlalarm, als plötzlich ein Hinweis auf einen geplanten Anschlag aus dem Ausland kam - vom französischen Geheimdienst. Die Franzosen übermittelten dann auch die konkreten Anschlagsziele zweier Bahnhöfe in München.

  • Seite:
  • 1
  • 2
Empfehlungen für den news.de-Leser