Tödliche Attacke bei Fahrgastkontrolle: So grausam war der Polizisten-Mord in Herborn

Ein Polizist wurde an Heiligabend brutal ermordet. In einem Zug am Bahnhof in Herborn stach ein Mann mehrmals auf den Beamten ein. Tausende Polizisten trauern um ihren Kollegen.

Polizeibeamte auf dem abgesperrten Bahnsteig in Herborn. Heiligabend war hier ein 46 Jahre alter Polizist getötet worden. Bild: Frank Rumpenhorst/dpa

An Heiligabend musste ein Polizist qualvoll im Dienst sterben. Bei einer Fahrgastkontrolle am Bahnhof in Herborn wurde der 46-Jährige von einem randalierenden Mann erstochen. Sein Kollege schwebt in Lebensgefahr.

In einem Regionalzug im Bahnhof von Herborn hatte ein betrunkener 27-Jähriger anHeiligabend nach bisherigenErkenntnissen zwei Polizisten mit einem Messer angegriffen. Er traf einen 46-jährigen Beamten tödlich, dessen 47-jähriger Kollege erlitt schwere Verletzungen. Einer der beiden Polizisten schoss den Angreifer an und verletzte ihn ebenfalls schwer. Ersten Auswertungen einer Überwachungskamera zufolge gab vermutlich der Beamte zwei Schüsse ab, der später an den Verletzungen starb. Bei der Obduktion wurden sieben Stiche festgestellt, darunter ein tödlicher im Bereich von Hals und Schulter.

Der Zugbegleiter eines Regionalexpresses hatte die Beamten zu Hilfe gerufen, weil sich der 27-Jährige einer Kontrolle widersetzt hatte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes. Die Ermittler werten weiter die Videoaufzeichnungen der Bluttat und Spuren vom Tatort aus. Außerdem laufen Zeugenbefragungen, wie Staatsanwalt Dominik Mies von der Wetzlarer Außenstelle der Limburger Staatsanwaltschaft am Wochenende berichtete.

Gegen den 27-Jährigen, der selbst angeschossen wurde und zur Tatzeit einen Alkoholwert von 1,5 Promille hatte, erging Haftbefehl. Er habe sich bislang nicht zur Tat geäußert, sagte Staatsanwalt Mies. Der Mann sollte auf die Krankenstation eines Gefängnisses in Kassel verlegt werden.

Lesen Sie hier: Tödliche Messerattacke auf Polizisten - Mutmaßlicher Täter schweigt.

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bua/news.de/dpa

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