Leidesgenossen gegessen?: Kannibalismus! Schiffbrüchiger soll eine Million zahlen

Es war der Aufreger vor rund zwei Jahren. Nach einem Jahr als Schiffbrüchiger wird Jorge Salvador Alvarenga an die Küste getrieben. Nun wird er auf eine Million Dollar verklagt. Der Vorwurf: Er soll seinen Leidgenossen gegessen haben.

Schiffbrüchiger Jorge Salvador Alvarenga wurde vor zwei Jahren an die Küste einer der Marshallinseln gespült. Bild: news.de-Screenshot (Youtube/c5n)

Ein Jahr auf offener See - da kann viel passieren. Vor rund zwei Jahren wurde Jorge Salvador Alvarenga nach einer endlosen Odyssee an die Küste einer der Marsahllinseln im Pazifik angetrieben. Die Geschichte sorgte weltweit für Aufsehen. Alle wollten wissen: Wie kann ein Mensch ein Jahr auf dem Wasser überleben?

Jorge Salvador Alvarenga: Hat er seinen Kollegen gegessen?

Diese Frage stellte sich offensichtlich auch die Familie seines Leidgenossen, die laut Angaben des "Stern" den Mann nun auf ganze eine Millionen Dollar verklagen will. Der Grund: Kannibalismus. Er soll seinen Kollegen auf offener See verspeist haben, um zu überleben. Alvarengas Anwalt bestreitet die Vorwürfe vehement. Noch gebe es keine offizielle Anzeige und es sähe nach dem Versuch aus, ans "schnelle Geld" zu kommen, soll Anwalt Ricardo Cucalon gesagt haben.

Wo kein Opfer, da kein Täter

"Eine Straftat - das gilt weltweit - muss bewiesen werden. Wie kann ich es beweisen, wenn nur zwei Leute anwesend waren und der eine den anderen mitten auf dem Ozean aufgegessen haben soll? Ich wiederhole: Die Logik ist unlogisch, es ist lächerlich, es ist absurd. Und eine Million Dollar für einen nicht stattgefundenen Kannibalismus-Fall zu verlangen, das ist peinlich", zitiert der "Stern" den Verteidiger des Mannes.

2013 brach Jorge Salvador Alvarenga mit seinem Fischerkollegen auf, die beiden trieben weit von der Küste weg. Den Behörden und der Presse erklärte der Mann nach seiner Wiederkehr, er habe sich von Fischen, Seevögeln und Meeresschildkröten ernährt.

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ife/sba/news.de

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