Papst Franziskus: Kokain, Schwulenhasser, Kriegstreiber - Der Papst 2.0

Als Revolutionär verschrien, zeigte Papst Franziskus in diesem Jahr, dass die Erwartungen an ihn zu hoch gesteckt waren. Statt offene Arme für Homosexuelle gab es erschreckende Ansichten und kuriose Anforderungen.

Auch in diesem Jahr sorgten die Aussagen von Papst Franziskus für kontroverse Diskussionen. Bild: dpa

Ja, auch die Kirche mischte in diesem Jahr wieder ordentlich mit. Und in Zeiten, an denen wohl nichts wichtiger ist als der Glaube und der Zusammenhalt schockte Papst Franziskus mit biederen Ansichten, kuriosen Anforderungen und berauschenden Bedürfnissen.

Katholische Sexualkunde: Vermehren wie die "Kanickel"

Bereits zu Beginn des Jahres entpuppte sich das Oberhaupt der katholischen Kirche als rhetorisch nicht immer ganz so galant, wie man das eigentlich von einem Geistlichen erwartet. Da staunten die Gläubigen sicherlich nicht schlecht, als Franziskus bei einem Besuch auf den Philippinen davon sprach, dass man nicht zwangsläufig gläubig wäre, wenn man sich "wie die Karnickel" vermehren würde. Dabei ist doch gerade in diesem Jahr endlich die Geburtenrate in Deutschland wieder gestiegen. Wer jetzt allerdings glaubt, der Reformer denke gar an Verhütung mittels Kondom und Pille, der täuscht - vielmehr sprach Franziskus von "verantwortungsbewusster Elternschaft". Wohl eine ganz besondere "Art der Aufklärung"!

Keine Ehe zwischen Homosexuellen! Papst Franziskus mindert Hoffnungen

Gut, gut... In Sachen Verhütung blieb die große Revolution also aus. Aber wie sieht es denn nun mit der Schwulen-Ehe aus? Schließlich wurde bei der Papst-Synode nicht ohne Grund eine umfassende Umfrage zur Sexualität in den Gemeinden ausgewertet. Auch in diesem Falle werden die Erwartungen jäh zunichte gemacht. Die "klassische Familie" sei durch "die Neudefinierung der Institution Ehe" bedroht, so der Papst. Schade eigentlich!

Erziehung a la Pontifex Maximus: Dem Kind würdevoll eine runter hauen!

Na gut, wieder keine Kehrtwende bei den verstaubten Ansichten der Katholiken! Aber wie ist das denn jetzt genau mit der Familie? Auch da kann Papst Franziskus natürlich mit weisen Worten helfen. Wie wäre es mit diesem hilfreichen Tipp: Wer sich mal wieder mit seinen Gören herum ärgert, der darf laut dem Papst ruhig einmal kräftig zu langen - aber "mit Würde". Denn wer wird gleich die Moral-Keule schwingen, wenn das Kind wieder einmal unartig war? Bei der wöchentlichen Generalaudienz zum Thema Kindererziehung gab Papst Franziskus einem Vater seinen besonderen Segen. Er dürfe sein Kind ruhig schlagen, so lange es mit "Würde" passiert. Der Papst weiß halt, wie man richtig Kinder erzieht!

Bei so viel Hoffnungslosigkeit bleibt die Frage: Gibt es da nicht wenigstens eine Sache, wo der Papst als Revolutionär 2015 mit gutem Beispiel voran ging? Klar, eine kleine Sensation gab es dann doch ...

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