Reisen: Bratislava - Geheime Perle an der Donau

Die slowakische Hauptstadt steht bei vielen Reisenden nicht im Fokus, ganz im Gegensatz zu Städten wie Budapest oder Prag. Das ist ein Fehler, denn Bratislava versprüht einen ganz eigenen Charme. Ein echter Geheimtipp.

Die Burg Bratislava ist bei Nacht ein echter Hingucker Bild: ddp images/spot on news

Wer an die Habsburger Monarchie denkt, der denkt vor allem an Wien, Budapest und Prag. Dabei vergessen viele, dass auch Bratislava zum Kaiserreich gehörte. Heute ist die slowakische Hauptstadt samt ihren knapp 420.000 Einwohnern ein echter Geheimtipp für Städtereisende.

Denn Bratislava versprüht einen ganz eigenen Charme. Ein Wahrzeichen der Stadt ist die Burg Bratislava, die rund 85 Meter über der Donau thront. Gerade bei Nacht ergibt sich durch die Beleuchtung der Burg ein herrliches Bild. Die ehemalige ungarische Residenz von Kaiserin Maria Theresia - Bratislava war von 1536 bis 1783 die Hauptstadt des ungarischen Königreichs - kann auch von innen besichtigt werden und beherbergt heutzutage ein Museum.

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Ein ausgiebiger Spaziergang entlang der Donau gehört zum Pflichtprogramm einer Reise nach Bratislava. Dabei ist besonders ein Ausflug in den Stadtteil Devin empfehlenswert, der mit einer mittelalterlichen Burgruine aufwarten kann. Sie diente früher als wichtige Grenzbefestigung und ist daher auf einem kleinen Berg gelegen. Der Aufstieg gelingt nur zu Fuß und erfordert etwas Geduld, doch einmal oben angekommen, freuen sich die Besucher über den atemberaubenden Ausblick über die Donau bis nach Österreich.

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Geschichte wohin man blickt

Viele Bauwerke der Stadt zeugen von der langen Geschichte. So ist zum Beispiel das Alte Rathaus aus dem 15. Jahrhundert noch heute vorhanden, ebenso wie das 1747 erbaute Palais Palffy, in dem 1762 der damals erst sechsjährige Wolfgang Amadeus Mozart auftrat und das Publikum mit seinen Klängen begeisterte. Heute residiert die österreichische Botschaft in dem Gebäude.

Ein Highlight der modernen Architektur ist die Brücke des Slowakischen Nationalaufstandes, die bekannteste der fünf Donau-Brücken der Stadt. Auf dem 85 Meter hohen Pylon der Brücke befindet sich ein Restaurant, das wegen des außerirdischen Aussehens UFO heißt. Über dem Restaurant liegt in beinahe 100 Metern Höhe eine Aussichtsplattform, von der man einen Rundumblick auf die Stadt hat. Wer es bequem mag, kann den Aufzug nach oben nehmen, wer vor dem Essen noch Sport treiben will, der nimmt die 430 Stufen der Nottreppe nach oben.

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