Exorzismus: 10 Fakten, die Sie über Teufelaustreibung wissen sollten

Nicht von gestern: Teufelsaustreibung ist nach wie vor gängige Praxis - auch in Deutschland, wie der Fall einer 41 Jahre alten Frau zeigt. Aber was steckt hinter dem Ritual? Lesen Sie hier die 10 wichtigsten Fakten zum Thema Exorzismus.

In der katholischen Kirche ist Teufelsaustreibung immer noch erlaubt. Bild: fotolia/vladi_mir

Das A und O beim Exorzismus: Bibel, Weihwasser und Kreuz

Der Begriff Exorzimus leitet sich ab vom griechischen Wort "exorkismós", was "Hinausbeschwören" bedeutet.

Teufelaustreibungen gab und gibt es in vielen Religionen. Im Christentum ist das Prozedere seit dem Mittelalter bekannt, hinter dem der weit verbreitete Volksglaube an Dämonen, Geister und Teufel steckt.

Das Exorzieren erfolgte nach einem festen Ritual in mehreren Handlungen. Fehlen durften laut Wikipedia keinesfalls die Bibel, Weihwasser und ein Kreuz.

Besessenheit: Als psychisch Kranke noch exorziert wurden

Lange Zeit hielt sich auch der Glaube, dass psychisch Kranke vom Teufel besessen sind. Das änderte sich erst, als sich das Wissen über psychische Krankheiten erweiterte.

Was kaum einer weiß: Noch heute finden allein in Deutschland täglich vier bis fünf inoffizielle Teufelsaustreibungen, so der Journalist Marcus Wegner.

Teufelsaustreibungen enden sogar tödlich

Der Tod des Besessenen während oder nach dem Ritual kann durchaus akzeptabel sein. Er sei dann immerhin von den Dämonen befreit, so die perfide Logik.

Dahinter steckt der hartnäckige Glaube an das Gute - auch bei sehr grausamen Todesfällen, wie in Frankfurt. Die Gewalt tue man schließlich den Dämonen an und nicht dem Opfer.

Die bekannteste Teufelsaustreibung in Deutschland ist der Fall von Anneliese Michel in Franken. Sie war Epileptikerin und starb 1976 an den Folgen des Exorzismus.

Katholische Kirche bietet Exorzismuskurse an

Offiziell erlaubt es die katholische Kirche heutzutage Dämonen und Geister rituell auszutreiben. Das sei aber an strikte Bedingungen geknüpft. Erforderlich sind die Erlaubnis des Bischofs sowie ärztliche und psychologische Gutachten.

Unglaublich aber wahr: Der Vatikan bietet sogar Exorzismuskurse an. Nur offizielle Exorzisten dürfen den Teufel verjagen.

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kad/rut/news.de

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