Nach Terror-Anschlägen in Paris: Sind IS-Terroristen unter den Flüchtlingen?

Nach den Terror-Anschlägen in Paris am vergangenen Freitag (13. November), wächst die Angst der Bevölkerung, dass mit den Flüchtlingen auch islamische Terroristen nach Europa kommen könnten. Das BKA kennt die Antwort und gibt Entwarnung.

Die Angst der Bevölkerung vor Terrorismus wächst seit den Anschlägen in Paris. Bild: dpa

Die Europäer haben nach den Terror-Anschlägen von Paris am 13.11.2015 verstärkt Angst, dass sich unter den Hunderttausenden Flüchtlingen auch Kämpfer des Islamischen Staates befinden könnten. Die Terroristen, die am vergangenen Freitag mit Kalaschnikows auf Besucher eines Pariser Konzerthauses, mehrere Bars und Restaurants schossen und sich anschließend selbst in die Luft sprengten, waren offenbar Franzosen - und keine Flüchtlinge. Trotzdem sagt Bayerns Finanzminister Markus Söder (48, CSU) der "Welt am Sonntag": "Nicht jeder Flüchtling ist ein ISIS-Terrorist. Aber zu glauben, dass sich kein einziger Bürgerkrieger unter den Flüchtlingen befindet, ist naiv."

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zurück Weiter Waffenbrüder: Nachdem Francoise Hollande in den vergangenen Tagen bereits zunehmend von Krieg sprach, setzt nun auch Frankreichs Premierminister Manuel Valls diesen Kurs fort. Was genau dies bedeutet, wird sich im Laufe des Tages zeigen. (Foto) Foto: dpa/ IAN LANGSDON Kamera

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BKA beruhigt Bürger: Bislang keine mutmaßlichen Terroristen unter Flüchtlingen

Das Bundeskriminalamt (BKA) geht diesem Verdacht schon seit Langem nach. Bislang konnte kein Flüchtling als ISIS-Anhänger identifiziert werden. Aufgrund des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan und durch die Unterstützung von Peschmerga im Kampf gegen den Islamischen Staat mit deutschen Waffen, gilt Deutschland nichtsdestotrotz seit Jahren als Visier radikaler Islamisten.

"Rückkehrer", die sich bei IS ausbilden ließen, gelten als potentielle Terroristen

Neben den 106 aktuellen Hinweisen auf "mutmaßliche Kämpfer" ist die Gefahr, die von "Gefährdern" ausgeht, enorm. "Gefährder" sind Dschihadisten, die sich in den Terrorlagern des IS haben ausbilden lassen und die mittlerweile nach Deutschland zurückgekehrt sind, schreibt die "Bild"-Zeitung. Die Sicherheitsbehörden beobachten diese Rückkehrer genau, da sie verdächtigt werden, Terroranschläge wie jene in Paris, ausüben zu können.

In Deutschland leben rund 8.000 Salafisten (extremistische Muslime). Von diesen sollen mindestens 700 nach Syrien und in den Irak gereist sein, jeder Zehnte davon habe laut "Bild"-Zeitung an den Kämpfen in den Kriegsgebieten teilgenommen haben.

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saw/boi/news.de

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