Attentate in Paris: Die Geschichten der Opfer

Nach den Terror-Anschlägen in Paris am Freitag, den 13. November 2015, wird immer mehr über die Opfer bekannt. Auch ein Deutscher kam im Kugelhagel durch die Hand islamischer Extremisten ums Leben.

Unter den 132 Opfern, die bei den Terror-Anschlägen in Paris am 13. November 2015 ums Leben kamen, war auch mindestens ein Deutscher. Bild: Malte Christians/dpa

Bei den Terror-Anschlägen in Paris am Freitag, dem 13. November 2015 kamen 132 Menschen ums Leben, weitere schweben in Lebensgefahr. Natürlich hatte jeder dieser - zumeist sehr jungen - Menschen eine Geschichte. So auch das deutsche Opfer Raphael H. (†28) aus Garmisch-Partenkirchen.

Unter den Opfern von Paris auch junger Architekt aus Deutschland

Die Familie des deutschen Opfers der Pariser Terrorserie hat die Öffentlichkeit um Zurückhaltung gebeten. "Wir trauern um unseren Angehörigen, Raphael H., und bitten darum, unsere Privatsphäre zu respektieren", schrieb die Familie aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen in einem Brief, den das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Montag veröffentlichte.

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zurück Weiter Waffenbrüder: Nachdem Francoise Hollande in den vergangenen Tagen bereits zunehmend von Krieg sprach, setzt nun auch Frankreichs Premierminister Manuel Valls diesen Kurs fort. Was genau dies bedeutet, wird sich im Laufe des Tages zeigen. (Foto) Foto: dpa/ IAN LANGSDON Kamera

Der 28 Jahre alte Architekt aus Oberbayern lebte schon seit längerem in Paris. Am Freitagabend saß er in einem Café und wurde dort von den Terroristen getötet. Die Angehörigen hätten übereinstimmend beschlossen, keinen Kontakt zu Medienvertretern aufzunehmen. "Wir appellieren außerdem an ihr Mitgefühl: Ziehen Sie die bereits vor Ort befindlichen Fernsehteams umgehend wieder ab!", schrieb die Familie.

132 Menschen aus aller Welt starben bei den Terror-Anschlägen vom 13.11.2015

Neben Raphael H. kam auch der 29-jährige Spanier Alberto Gonzales Garrido um. Er war, gemeinsam mit seiner Frau, auf dem Konzert im "Bataclan". Über den Zustand oder Verbleib seiner Frau ist laut "Bild"-Zeitung noch nichts bekannt.

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Terror in Paris
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Der Franzose und TV-Techniker Mathieu Hoche (†38) verkündete auf Facebook voller Vorfreude, dass er das Rockkonzert besuchen werde. Der Vater eines sechsjährigen Kindes kam im Kugelhagel um. Auch die junge Französin Elodie Breuil (†23) befand sich im Raum des Konzertsaales, als die IS-Terroristen das Feuer eröffneten und sich selbst in die Luft sprengten. Während ihre Freunde unversehrt flüchten konnten, wurde die junge Frau erschossen.

Marie Lausch aus Metz war erst vor gut einem Jahr nach Paris gezogen. Gemeinsam mit ihrem Freund besuchte sie das Konzert der "Eagles of Death Metal". Das Paar starb durch die Gräueltat der Terroristen. So erging es auch dem Musik-Manager Thomas Ayad (†32), der das Konzert im Auftrag seiner Firma besuchte.

Valentin Ribet erstes Opfer der Anschläge in Paris, dessen Tod offiziell bestätigt wurde

Der 26-jährige Jurist Valentin Ribet war das erste Opfer, dessen Tod offiziell bestätigt wurde. Erst im vergangenen Jahr hatte er sein Examen gemacht. Der beliebte Franzose starb beim Terroranschlag im "Bataclan".

Guillaume B. Decherf wurde nur 43 Jahre alt. Der französische Musikkritiker schrieb kurz vor dem Konzert der "Eagles of Death Metal" eine Kritik über deren neuestes Album. Er hinterlässt zwei Kinder.

Gemeinsam mit ihrer Mutter besuchte Elsa Delplace aus Chile das Rockkonzert. Beide kamen durch die Hand der Terroristen um. Die leidenschaftliche Cellistin, die ein Diplom in Kulturmanagement hatte, hinterlässt eine sechsjährige Tochter.

Wie die Band "Eagles of Death Metal" bekannt gab, kam bei der Stürmung des Konzertes durch die islamischen Terroristen auch ein Mitglied ihrer Crew ums Leben. Der Brite Nick Alexander (†36) verkaufte T-Shirts, als die Selbstmordattentäter ihn erschossen.

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saw/mie/news.de/dpa

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