Von news.de-Redakteurin Ines Fedder - 13.11.2015, 08.39 Uhr

Freitag, der 13.: Aberglaube, Ursprung, Mythen: Warum gilt Freitag, der 13. als Unglückstag?

Freitag der 13. gilt als echter Unglückstag. Wenn heute alles schief läuft, dann völlig zurecht. Aber warum ist das eigentlich so? Ist an dem Mythos wirklich etwas dran? Werfen wir einen Blick auf die Statistik, gehen wir der Sache auf den Grund!

Was ist dran am Unglücksglauben am Freitag, den 13.? Bild: Fotolia:Tobi82

Eine schwarze Katze, ein zerbrochener Spiegel - alles Dinge, die laut Aberglauben keine guten Zeichen sind. Der Mythos, "Freitag, der 13." sei ein Unglückstag, stellt jedoch alles in den Schatten. Menschen werden rastlos, warten nahezu auf ein Unglück und fühlen sich dann auch noch bestätigt: Ich habe es gewusst, Freitag der 13. bringt Unglück.

Aberglaube versetzt Berge - Unglück am Freitag, den 13. kein Zufall

Nun ja... wenn man daran glauben will, könnte dies tatsächlich sein. Denn unter dem sogenannten Begriff "Self-Fulfilling prophecy" sind selbst erfüllende Prophezeiungen zu verstehen. Es ist doch so: Wenn man nur fest genug daran glaubt, kann es auch passieren. Oder zumindest nimmt man vielleicht viel harmlosere Dinge direkt als Unglück war.

Paraskavedekatriaphobie - Angst vor Freitag, dem 13.

Es gibt sogar eine Art Phobie, welche die Angst vor Freitag, dem 13. benennt. Paraskavedekatriaphobie, um genau zu sein. Betroffene sagen Termine ab, wenn sie auf den besagten Freitag fallen, hüten sich, das Haus zu verlassen. Dabei ist die Angst vollkommen unbegründet. Denn die Statistik besagt tatsächlich, dass es nicht mehr Unfälle am Freitag, den 13. gibt, als an jeden anderen Tag auch. Eine Studie des ADAC aus dem Jahr 2013 beweist, dass es sogar weniger Unfälle am vermeintlichen Unfall-Tag in der Vergangenheit gab. In einem Zeitraum von 2004 bis 2013 habe es demnach im Schnitt 1.001 Unfälle mit Personenschäden an allen anderen Freitagen gegeben, am Freitag, den 13. im Schnitt nur 999. Also keine Panik!

Aber woher stammt denn eigentlich dieser Aberglaube um Freitag, den 13.?

Wie bei allen Mythen gibt es auch hier mehrere Theorien. Eine Herleitung des Unglücksgedanken ist im christlichen Glauben verankert. Demnach habe man den Angstgedanken entwickelt, auch daher, weil Jesus Christus an einem Freitag starb, er nach dem letzten Abendmahl dreizehn Jünger an seiner Seite hatte, darunter auch Judas, der ihn verraten hat. Ein christlicher Hintergrund also? Auch Adam soll an einem Freitag vom verbotenen Apfel gegessen haben. Immer wieder dieser Freitag! Die Kombination aus Tag und Zahl macht es also, welche die Menschen erschaudern lässt.

Dabei ist Freitag, der 13. gar nicht mal besonders selten! Eine Mischung aus Aberglaube und Selbstprophezeiung hat sich über die Jahre entwickelt. Und natürlich gibt es für jede Theorie auch immer einen Beweis. Komponist Arnold Schönberg zum Beispiel hatte Zeit seines Lebens immer Angst vor der Zahl 13. Welch ein Zufall, dass er ausgerechnet an einem Freitag, den 13. starb...

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ife/sam/news.de

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