Tuberkulose in Dresden!: Brachten Einwanderer den "Weißen Tod" zu uns?

Einem Medienbericht zufolge sind zwei Mitarbeiterinnen des Dresdner Sozialamtes an Tuberkulose erkrankt. Die Frauen sollen sich bei einem infizierten Asylbewerber angesteckt haben. Erst kürzlich waren zwei Fälle der hochansteckenden Krankheit in Dresden gemeldet worden.

Röntgenbild einer mit Tuberkulose infizierten Lunge. Bild: dpa/ Rainer Jensen

So soll laut "Radio Dresden" erst vor wenigen Wochen wieder ein Asylbewerber mit offener TBC im Sozialamt gewesen sein. Der Mann wurde angeblich ohne die obligatorische Erstuntersuchung von der Landesdirektion zugewiesen, obwohl man diese "mit allem Nachdruck" angefordert habe.

Auch im Jugendamt soll im September ein Fall der hochansteckenden Krankheit gemeldet worden sein. Die Erkrankung war jedoch bereits während der Erstuntersuchung aufgefallen. Der Junge wurde in ein Dresdner Krankenhaus gebracht.

Mitarbeiterinnen bereits 2013 angesteckt: Sozialamt ausgelastet

Die beiden Mitarbeiterinnen sollen sich hingegen bei einem georgischen Asylbewerber im Dezember 2013 angesteckt haben. Ebenso wie die jetzigen Fälle, litt der Mann an offener TBC. Die Frauen wurden im Nachgang untersucht und im Ergebnis positiv auf latente TBC geprüft. Dass die Ansteckung tatsächlich auf einen Kontakt zu dem Georgier zurückzuführen ist, könnte jedoch nicht vollständig nachgewiesen werden.

Von Seiten der Stadt Dresden heißt es, die Kapazitäten des Sozialamtes seien inzwischen ausgelastet. Die Hygienevorschriften würden aber eingehalten werden. "Derzeit wird an Lösungsmöglichkeiten gearbeitet. Mundschutz und Hand- sowie Flächendesinfektionsmittel stehen im Amt grundsätzlich zur Verfügung und werden bei Bedarf bzw. auf Anforderung ausgereicht", so der Bericht von "Radio Dresden."

"Schwindsucht" in Dresden aufgetreten: Innenministerium prüft Fall

Laut Sachsens Innenminister Markus Ulbig wird der Fall derzeit vom Sozialamt geprüft. Bei offener TBC handelt es sich um eine hochansteckende Lungenkrankheit. Die chronisch verlaufende Infektionserkrankung war vormals auch als "Schwindsucht" oder "Weißer Tod" bekannt. Zwar sei Tuberkulose mit Medikamenten gut behandelbar, gerade in den vergangenen Jahren sollen jedoch vermehrt Fälle mit multiresistenten Erregern aufgetreten sein. Laut "apotheken-umschau.de" ist Tuberkulose vor allem im südlichen Afrika, Osteuropa und Zentralasien verbreitet.

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mie/jko/news.de

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