Wetter-Experten warnen vor Flut: Horror-Klima-Prognose: Millionen Deutsche werden fliehen müssen

Dass der Meeresspiegel dramatisch steigt, davor warnen Wetter-Experten seit Jahren. Doch der neueste Klima-Bericht zeichnet eine düstere Prognose: Millionen Menschen werden durch die steigenden Fluten flüchten müssen. Auch in Deutschland.

Der Anstieg des Meersspiegels hat verheerende Auswirkungen. Bild: dpa

Sommerliche 24 Grad mitten im November! Viele Deutsche haben das vergangene Frühlingswochenende zum Jahresende doch sehr genossen und vielerorts sogar nochmal die Grills angefeuert. Doch Wetter-Experten warnen vor den extremen Klimaveränderungen.

Der neuestes Bericht der us-amerikanischen Forschungsorganisation Climate Central zeichnet ein dramatisches Bild und kommt mit düsteren Prognosen daher. Durch die Erwärmung des Erdklimas schmelzen Gletscher und Pole besorgniserregend schnell, sodass mehrere Hundertmillionen Menschen in ihrer Existenz bedroht sein sollen. Wenn sich das Weltklima um vier Grad erwärme, werden laut Climate Central bis zu 760 Millionen Menschen gefährdet sein.

FOTOS: Gewitter, Starkregen, Überflutung, Schäden Unwetter in Deutschland 2014
zurück Weiter Donner, Blitz und Wolkenbruch: Nordrhein-Westfalen ist von heftigen Gewittern getroffen worden. (Foto) Foto: picture-alliance / dpa / Jan Bruder Kamera

Klimaerwärmung lässt Meeresspiegel steigen: 3,5 Millionen Deutsche betroffen

Selbst wenn sich die Erderwärmung nur auf zwei Grad beschränken ließe, müssten laut Prognose immer noch 130 Millionen Menschen vor der Flut flüchten. Für Deutschland haben die Experten eine düstere Zukunft gezeichnet: Wenn die Welttemperatur um vier Grad stiegen sollte, werden 3,5 Millionen Deutsche gefährdet sein und die deutsche Küstenregion verlassen müssen. Selbst bei einer Zwei-Grad-Erwärmung seien immer noch 1,3 Millionen Deutsche vom steigenden Meeresspiegel betroffen.

Die Weltorganisation für Meteorolgie erklärte zudem aktuell in Genf, dass die Konzentration von Treibhausgasen in der Erdatmosphäre einen neuen Höchststand erreicht habe. Hauptgrund sei der anhaltend starke Ausstoß von Kohlendioxid (CO2). Der sogenannte Strahlungsantrieb durch Gase wie CO2, Methan (CH4) und Distickstoffmonoxid (N2O) - eine Maßeinheit für den Treibhauseffekt - sei zwischen 1990 und 2014 um 36 Prozent gestiegen, hieß es. Die Gase stammen unter anderem aus Industrie, Landwirtschaft und Autoverkehr.

CO2 - Die unsichtbare Bedrohung für die Weltbevölkerung

"Kohlendioxid ist unsichtbar, wir können die Bedrohung also nicht sehen, aber sie ist sehr real", sagte WMO-Generalsekretär Michel Jarraud. Und die Folgen seien dramatisch: Extremes Wetter, Hitzewellen und Überschwemmungen, steigende Meeresspiegel, Übersäuerung der Ozeane. "All das geschieht bereits jetzt und wir bewegen uns weiter mit besorgniserregender Geschwindigkeit auf ungewisse Zeiten zu."

Beim Pariser Klimagipfel kommen vom 30. November bis zum 11. Dezember Vertreter von 195 Staaten zusammen. Ziel ist die Vereinbarung von Maßnahmen, durch die der Temperaturanstieg auf der Erde auf maximal zwei Grad Celsius begrenzt werden soll.

FOTOS: Energiesparen Klimafreundlich leben

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boi/saw/news.de/dpa

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