Auf Klassenfahrt nach New York: Extravaganter Ausflug: Steuerzahler müssen 38.000 Euro blechen

15 Schüler einer Berliner Schule haben sich für ihre Klassenfahrt ein ganz besonderes Ziel ausgesucht: New York City. Dazu beantragten sie einen Zuschuss, der beim Jobcenter auch durchgewunken wurde. Nun muss der Steuerzahler 38.000 Euro für den Schulausflug hinblättern.

Eine Berliner Schulklasse fuhr zum Schulausflug nach New York. Bild: John G. Mabanglo/dpa

Für eine Klassenfahrt nach New York haben Berliner Jobcenter einer Schulklasse mehr als 38.000 Euro gezahlt. Das Geld kamaus dem Bildungs- und Teilhabepaket, mit dem Schüler aus Familien mit geringem Einkommen unterstützt werden, wie der "Tagesspiegel" am Mittwoch berichtete. Alle 15 Schüler des Englisch-Leistungskurses hätten die Förder-Voraussetzungen erfüllt. Höchstgrenzen gibt es in Berlin nicht.

Bildungssenatorin kritisiert teure Klassenfahrt

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) kritisierte die Entscheidung der Schule für die teure Fahrt. "Ich erwarte, dass Lehrkräfte und Schulen verantwortungsvoll die Ziele ihrer Klassenfahrten aussuchen und die Kosten in den Blick nehmen. Diese Fahrkosten sind entschieden zu hoch." Der Schulleiter sagte dem Blatt, die Genehmigung der Reise sei möglicherweise ein Fehler gewesen. "Ich habe einmal nachgegeben, und das war vielleicht einmal zu viel". Rund 400 Euro könnten nun aber pro Schüler zurückgezahlt werden, weil die Reise etwas billiger ausgefallen sei als geplant.

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gea/news.de/dpa

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