Östliche Karibik: Karibik: Las Vegas auf der Escape

Mit der Escape cruist ein neues Kreuzfahrtschiff zwischen Miami und der östlichen Karibik. Gebaut wurde das 326 Meter lange Schiff innerhalb von 17 Monaten in der Papenburger Meyer Werft, die Premierenfeier fand in Hamburg statt.

Platz für über 4.000 Passagiere, 326 Meter Lang: Die Escape Bild: ©2015 Michel Verdure/www.verdurephoto.com/spot on news

Das 14. Kreuzfahrtschiff der Reederei Norwegian Cruise Line ist eine schwimmende Urlaubsstadt hohem Entertainment-Faktor. 4.226 Passagiere und 1.733 Crewmitglieder finden auf ihr Platz.

Eine der Suiten im exklusiven Bereich "The Haven" Norwegian Cruise Line

Ganz oben, im 17. von 18 Stockwerken, haben sie zwischen Bar und Whirlpools an einer Wand in großem Grafitti-Stil einen alten Seemannsspruch verewigt: "Shells Sink, Dreams Float, Life's is good on our Boat." Es steckt viel Wahrheit in dieser schlichten Weisheit, wobei: Boat? Das ist leicht verniedlichend für ein Kreuzfahrtschiff wie der neuen "Escape" von Norwegian Cruise Line. Wer sich drei Fußballfelder der Länge nach aneinandergereiht vorstellen kann, kommt in etwa auf ihre 326 Meter, in der Breite misst der Ozeanriese 41 Meter, und wer sich im 18. Stock an der Reeling festhält, sollte schwindelfrei sein. Gute 50 Meter blickt man von hier auf den Meeresspiegel.

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Angesichts dieser schieren Größe steht die Landratte mit aufgerissenen Augen und offenem Mund am Pier, bevor sie mit mehr als 4.000 anderen Passagieren im Bauch der Escape verschwindet. 1.733 Menschen sind schon dort - die Crew. Das macht zusammen fast 6.000 boat people. Eine unfassbare Zahl, die Summe der Einwohner einer Kleinstadt. Regiert wird die schwimmende Kommune von einer Multi-Kulti-Führungsmannschaft: Der Kapitän kommt aus den USA, der Hoteldirektor aus Österreich. Über Food und Beverage wacht ein Bulgare, Restaurant-Manager ist ein Rumäne, der Chefkoch ein Inder. Und so weiter. "Einen Dolmetscher brauchen wir jedenfalls keinen," lacht Julie Voleriote, die Cruise-Managerin. Sie ist Kanadierin.

Spielcasino, Shops und Broadway-Shows

Auf der Escape wird überwiegend Englisch gesprochen werden, ihr Revier ist die Karibik. Jede Woche geht as ab Miami zu einem Wochentrip in die östliche Karibik, vor St. Thomas, den Amerikanischen Jungfernferninseln, Tortola, den Britischen Jungferninseln und Nassau auf den Bahamas wird geankert. Klar, die Landgänge gehören dazu, aber man könnte auch mühelos die ganze Zeit über an Bord verbringen, ohne dass einem langweilig würde.

Denn dort gibt es nichts, was es nicht gibt, unter anderem ein 1.700 Quadratmeter großes Spielcasino auf Deck 7 und jede Menge Shops auf Deck 8, in denen man mühelos die Kreditkarte zum Glühen bringt - allerdings zollfrei. Selbst an ein Fotostudio wurde gedacht, indem man nicht nur die Urlaubserinnerung professionell festhalten lassen , sondern von sich - kleiner Gag am Rande - eine kleine Plastikfigur aus dem 3D-Drucker in Auftrag geben kann, die dem eigenen Porträtfoto verblüffend ähnelt. Und damit sind wir schon wieder beim Entertainment, bei zwei Broadway-Shows, einem halben Dutzend Bars mit Livemusik und wunderbaren Pianoplayern in den Lounges. Auch eine Dinner-Show fehlt nicht, deren Erwähnung eine willkommene Überleitung zum Gourmetangebot an Bord ist.

Restaurants wie der "Manhattan Room" genügen Gourmetansprüchen Norwegian Cruise Line

Superlative auch da: 27 (!) Möglichkeiten bietet dieses "Boot" um satt zu werden, darunter das japanische "Teppanyaki" mit Showküche oder die "Food Republic", in der man sich auf kulinarische Weltreise beginnt und zeitgemäß per iPad bestellt. Ein Highlight folgt dem nächsten, und es würde zu weit führen, auf jeden Geschmack einzugehen. Generell liegt das Angebot überall auf dem Niveau sehr guter Restaurants.

The Haven - ein exklusiver Zufluchtsort

Zur Abkühlung nach Sauna oder Dampfbad: Der "Snowroom" Norwegian Cruise Line

Wohnen auf der Escape: Wenn es das Reisebudget hergibt, natürlich am liebsten auf Deck 17 und 18. Dort liegt The Haven, was Zufluchtsort bedeutet, und allein der Name verbietet alle gängigen inflationär gebrauchten Synonyme wie Hideaway oder - noch schlimmer - Geheimtipp. Der Zufluchtsort auf dem Schiff, das Flucht heißt, ist ein exklusiver Bereich mit 95 Luxusuiten unterschiedlichster Namen und Größen, unter anderem mit Butler-Service, eigenem Pool- und Spa-Bereich.

Etwas kleiner und kaum weniger fein geht es in den anderen Unterkünften an Bord zu, unter denen 1.168 Balkonkabinen das größte Angebot darstellen. Und damit wollen wir es auch bewenden lassen angesichts einer Bettenkapazität, die jener von wenigstens einem Dutzend großer Hotels entspricht. Extras wie ein Aqua Park mit Wasserrutschen oder dem größten Hochseilgarten, der über die Weltmeere schippert, haben wir noch gar nicht erwähnt. Ach ja, einen Snowroom mit regelmäßiger Zufuhr von Pulverschnee zur Abkühlung nach Sauna oder Dampfbad gibt es auch.

Jemand, der mit Kreuzfahrtschiffen in Kingsize-Größe nicht vertraut ist, tut sich schwer, eine imposante Erscheinung wie die Escape in die Urlaubswelt einzuordnen. Ein Versuch: Denken Sie an Las Vegas und nehmen Sie ein feines Angebot der Attraktivitäten von dort gedanklich mit an Bord. Und wenn das nicht funktioniert, checken Sie einfach mal ein. Gerade befindet sich die Escape irgendwo irgendwo auf dem Atlantik Richtung Miami. Dort sticht sie am 14. November wieder in See, Life's good in der Karibik. Weitere Informationen: www.ncl.de

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