Adolf Hitler-Ermittlungspannen: Hätte Schweizer Polizei den Zweiten Weltkrieg verhindern können?

Hätte der Zweite Weltkrieg vermieden werden können? Einer Schweizer Zeitung zufolge, suchte die Zürcher Polizei noch bis 1963 nach dem Führer. Als die Beamten hätten zuschlagen können, verpassten sie aber den entscheidenden Moment.

Hätten Schweizer Polizeibeamte den Holocaust verhindern können? Bild: Stringer/dpa

Hätten Schweizer Polizeibeamte den Holocaust verhindern können? Diese Frage stellt sich nun die "Schweiz am Sonntag". Die Stadtpolizei Zürich habe einem Bericht zufolge mit Hochdruck nach dem Nazi-Führer aus Österreich gesucht - und den alles entscheidenden Moment verschlafen.

Zürcher Polizei ermittelte ab 1933 gegen Adolf Hitler

Ab 1933 habe die Zürcher Polizei über viele Jahre hinweg alle Informationen über Adolf Hitler zusammengetragen, die sie finden konnte. Vor allem während des Zweiten Weltkrieges hätte sie nach dem Nazi-Führer gesucht, berichtet der "FOCUS". Aufenthaltsorte und Gesundheitszustand des Diktators seien akribisch festgehalten worden.

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zurück Weiter Hitlers Größenwahn spiegelt sich auch im Flughafen Berlin-Tempelhof wieder. Für seine Welthauptstadt Germania musste ein entsprechender Flugplatz her. (Foto) Foto: picture-alliance / dpa / Rainer Jensen Kamera

Schweizer Polizisten verschliefen Hitlers Zürich-Aufenthalt 1923, doppeltes Versagen

Seinen letzten Aufenthalt in Zürich habe Adolf Hitler 1923 gehabt. Damals sammelte er Geld bei wohlhabenden, rechten Schweizern für seine Pläne. Von diesem Aufenthalt bekam die Zürcher Polizei jedoch nichts mit. Auch in dem Bericht ist nichts von Hitlers Besuch in Zürich zu lesen.

Damals habe der Schweizer Staatsschutz sich auf die "Gefahr von links" konzentriert, die Nazi-Anfänge seien den Ermittlern komplett entgangen. Der Diktator bekam laut "Schweiz am Sonntag" sogar fälschlicherweise ein Visum für "Studienzwecke", obwohl der wahre Grund seines Aufenthaltes in Zürich klar gewesen sei. Die Behörden versagten also in doppelter Hinsicht.

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Schweizer Beamte ermittelten noch 18 Jahre nach Hitlers Tod nach dem Führer

Als Hitler 1933 an die Macht kam, ermittelten die Schweizer umso eifriger. Und das taten sie auch dann noch, als der Führer längst tot gewesen ist. 1947 ließ die Bundesanwaltschaft das Zürcher Hotelregister nach Decknamen Hitlers durchsuchen. Erst 18 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges gaben die Zürcher Polizisten ihre Suche auf. Im Mai 1963 zeichnete ein Beamter auf der letzten Seite des Berichts ein Kreuz neben Hitlers Namen.

Die Zürcher Zeitung zieht das traurige Fazit, das anhand der Hitler-Akte ersichtlich wird: "Hätten die Zürcher Beamten den Eifer, mit dem sie Hitler nach dessen Tod nachspürten, 25 Jahre früher an den Tag gelegt, hätten sie dessen Aufstieg vielleicht bremsen können."

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saw/news.de

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