Miniatur-Singvogel & Co.: Himalaya: Forscher entdecken 211 neue Arten

Eine Kröte mit stechend blauen Schlangenaugen, drei neue Bananenarten und räuberische Fische, die sogar an Land überleben: zahlreiche neue Tierarten entdeckten Forscher in den vergangenen Jahren im Osthimalaya. Der WWF präsentiert nun endlich die faszinierenden Fotos.

Die Fleckenbrust-Zaunkönigstimalie ist nur zehn Zentimeter klein und gehört somit zu den Miniatur-Singvögeln. Bild: WWF/Ramki Sreenivasan Conservation

Bereits am Dienstag veröffentlichte der Umweltverband WWF einen Bericht über die Entdeckung neuer Tierarten im Gebiet des Osthimalaya. Darin enthalten waren auch Bilder der angeblichen Neuentdeckungen, die Forscher laut "Spiegel Online" in den vergangenen sechs Jahren gemacht haben.

WWF-Bericht über neue Tierarten: Affen, die bei Regen niesen

Der Bericht umfasst unter anderem den sogenannten "Draculafisch", dessen an einen Vampir erinnernde Zähne für die Namensgebung verantwortlich waren. Darüber hinaus fanden die Forscher auch "eine rot-orange-gelbe Grubenotter", drei neuen Bananenarten, sowie "räuberische Schlangenkopffische, die an der Luft atmen können, bis zu vier Tage an Land überleben und auf feuchtem Grund bis zu 400 Meter weit voranschlittern."

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Die beiden erstaunlichsten Entdeckungen scheinen laut "Spiegel Online" jedoch die Fleckenbrust-Zaunkönigstimalie, eine zehn Zentimeter kleine "Miniatur-Singvogelart", sowie schwarz-weiße Affen zu sein. Die Säugetiere beginnen bei Regenwetter zu niesen, weil ihre Nasen nach oben geöffnet sind und somit Wasser hinein läuft. An regnerischen Tagen säßen die Tiere oft beieinander "und stecken die Köpfe zwischen die Beine, damit sie kein Wasser in die Nasen bekommen."

Forscher entdecken 211 neue Pflanzen- und Tierarten: WWF warnt vor Gefährdung

Insgesamt listet der Bericht 211 Arten auf, "die in den Jahren 2009 bis 2014 entdeckt wurden - 133 Pflanzen, 26 Fische, 10 Amphibien, 39 wirbellose Tiere, ein Reptil, ein Vogel und ein Säugetier." Das Forschungsgebiet soll Regionen in Bhutan, dem nordöstlichen Indien, dem nördlichen Myanmar, Nepal und dem südlichen Tibet umfassen.

Der WWF warnt auch vor Bedrohungen für die Flora und Fauna der Region, "unter anderem durch das Bevölkerungswachstum, die Abholzung von Wäldern, Überweidung, Wilderei, Bergbau und den Ausbau der Energiegewinnung durch Wasserkraft. Inzwischen könne nur noch rund ein Viertel der Lebensräume in der Region als intakt bezeichnet werden, heißt es darin. Hunderte Arten müssten als weltweit bedroht eingestuft werden."

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mie/saw/news.de

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