01.10.2015, 18.00 Uhr

An katholischer Schule: Elfjähriger von Mitschülern angeblich zum Oralsex gezwungen

An einer katholischen Schule im schweizerischen Lugano sollen zwei Schüler einen elfjährigen Klassenkameraden sexuell belästigt haben. Bereits seit acht Monaten ist der Fall der Polizei bekannt - doch die unternahm bisher nichts.

An einer katholischen Schule im schweizerischen Lugano sollen zwei Schüler einen elfjährigen Klassenkameraden sexuell belästigt haben. Bereits seit acht Monaten ist der Fall der Polizei bekannt - doch die unternahm bisher nichts. Bild: dpa/ Inga Kjer

Mehrere Male sollen zwei Schüler einer katholischen Schule im schweizerischen Lugano einen gleichaltrigen Mitschüler dazu gezwungen haben, sich auszuziehen. Wie Schweizer Medien unter Berufung auf das Nachrichtenportal "tio.ch" berichten, haben sie ihn daraufhin immer wieder zum Oralsex gedrängt. Doch damit nicht genug: Der Fall ist der Polizei schon seit acht Monaten bekannt - doch die unternahm bisher nichts.

Schüler zum Oralsex gezwungen: Polizei ermittelt nicht

Bereits im Januar soll sich das elfjährige Opfer seiner Mutter anvertraut haben. Diese versuchte laut "Focus Online" zunächst, sich an die Schulleitung zu wenden. Doch dort versuchte man lediglich, "den Vorfall herunterzuspielen – vielleicht habe der Elfjährige alles nur erfunden oder das Verhalten seiner Klassenkameraden falsch interpretiert, zitiert die Mutter die Verantwortlichen."

Also wandte sie sich an die Polizei und erstattete Anzeige. Drei Stunden lang soll sie vernommen worden sein. Danach: nichts. Die Beamten hätten sich nie wieder bei ihr gemeldet. Selbst als die Familie versuchte, mit den Behörden Kontakt aufzunehmen, sei dies vergebens gewesen.

Nach Übergriff durch Mitschüler: Staatsanwaltschaft erhält Daten

Erst durch die Recherchen des Portals "tio.ch" sei die Sache wieder ins Rollen gekommen. Die notwendigen Daten seien mittlerweile an die Staatsanwaltschaft übergeben worden. Auf eine Befragung des Opfers oder der Schulleitung wartet die Familie jedoch noch immer vergebens. Wie "Focus Online" berichtet, soll die Staatsanwaltschaft "die lange Verzögerung damit erklärt haben, dass die Tessiner Polizei in einigen Fällen überlastet sei."

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mie/sba/news.de

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