Von news.de-Redakteurin Ina Bongartz - 05.10.2015, 15.07 Uhr

Leiche im Kofferraum, Kinder getötet: Die schlimmsten Geisterfahrten Deutschlands

Immer wieder kommt es durch Falschfahrer zu verheerenden Unfällen auf deutschen Straßen. Oftmals rasen Geisterfahrer mit voller Absicht Unschuldige in den Tod. Hier die schlimmsten Geisterfahrten Deutschlands.

Rettungskräfte stehen nach einem Geisterfahrer-Unfall am 05.11.2011 an der Unglücksstelle auf der Autobahn A3 Frankfurt-Köln. Im Vordergrund das Fahrzeug des Geisterfahrers. Bild: dpa

Immer wieder erschüttern Meldungen von furchtbaren Unfällen Deutschland. Geisterfahrer rasen oftmals mehrere Menschen auf einmal in den Tod. Nicht selten mit voller Absicht. Denn hinter den dramatischen Todesfällen steckt meist eine noch dramatischere Geschichte. Wie bei den folgenden Fällen.

Geisterfahrer-Fall im September 2015 auf der A4 bei Eschweiler

Erst in der vergangenen Woche, am 30.09.2015, ist es wieder zu einem tödlicher Geisterfahrer-Unfall gekommen. Auf der A4 bei Eschweiler (Nordrhein-Westfalen) starben zwei Menschen. In Fahrtrichtung Aachen war ein Falschfahrer mit belgischem Kennzeichen in Höhe der Anschlussstelle Eschweiler-West in ein entgegenkommendes Auto gekracht.

Dabei wurden im Fiat Scudo des Falschfahrers die Beifahrerin (20) getötet. Der Geisterfahrer (27) selbst und ein etwa sechs Monate altes Baby in dem Wagen wurden schwer verletzt. Alle drei Insassen kommen laut Polizei aus Südosteuropa. Der Fahrer (42) des entgegenkommenden Golfs mit Kölner Kennzeichen starb ebenfalls noch an der Unfallstelle.

FOTOS: Volvo Crashtest-Zentrum Unfälle im Auftrag der Sicherheit

Polizist tötet Ehefrau und rast sich und Unschuldige in den Tod

Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos auf der Bundesstraße bei Dolle in Sachsen-Anhalt im Juni 2010 sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Aber: Im Kofferraum eines Wagens lag auch noch eine Leiche. Es handelte sich offenbar um die Frau des Falschfahrers. Sie starb nicht erst bei dem Unfall. Die Ermittler gingen von einer Beziehungstat als Hintergrund aus.

Die Autos waren kurz vor 5 Uhr auf gerader Strecke zusammengestoßen. Der 59-jährige Fahrer mit der Leiche im Kofferraum war sofort tot. Er kam aus einem kleinen Ort im Landkreis Stendal. Die 27 Jahre alte Fahrerin des anderen Wagens verbrannte im Wrack ihres Fahrzeuges. Sie war Mutter einer kleinen Tochter.

Die Polizeiermittlungen ergaben später, dass der Falschfahrer, ein 59-jähriger Polizeibeamter, zuerst seine Frau zu Hause getötet hatte, um sich dann zu Tode zu rasen. Er hinterlässt zwei erwachsene Kinder.

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