Frank Hanebuth vor Gericht: Freispruch für den Hells Angels-Boss? Die Details aus den Ermittlungsakten

Gegen mindestens 50 Personen rund um Frank Hanebuth soll angeblich in wenigen Tagen Anklage erhoben werden. Die Vorwürfe: Kriminalität, Erpressung, Geldwäsche und Zwangsprostitution. Doch laut den Ermittlungsakten könnte der Prozess für den Hells-Angels-Boss mit einem Freispruch enden.

Angeblich soll in wenigen Tagen Anklage gegen Frank Hanebuth erhoben werden. Bild: dpa

Am 23. Juli 2013 wurde der mächtige Hells-Angels-Chef Frank Hanebuth auf Mallorca festgenommen. Vor zwei Monaten kam der 51-Jährige gegen Kaution auf freien Fuß. Er darf allerdings Spanien nicht verlassen. Laut eines "Bild"-Artikels wird es für den Hells Angel jetzt wieder ernst.

Kriminalität, Erpressung, Geldwäsche und Zwangsprostitution - Anklage gegen Frank Hanebuth?

In wenigen Tagen soll offiziell gegen Hanebuth und 50 weitere Personen Anklage erhoben werden, weiß die "Bild"-Zeitung. Angeblich gehe es um organisierte Kriminalität, Erpressung, Geldwäsche und Zwangsprostitution.

Weiter heißt es, dass die Verfügung des spanischen Ermittlungsrichters 80 Seiten umfasse. Die Staatsanwaltschaft soll nun offenbar Anklage erheben. Insgesamt seien 57 Tatverdächtige betroffen. Für jede Person soll auch eine konkrete Strafmaßforderung vorgetragen werden. Für Hanebuth bedeutet dies, dass er nun scheinbar zum ersten Mal erfährt, wie lange die spanische Justiz ihn in den Knast stecken will.

Keine konkreten Vorwürfe gegen Rockerboss

Die Vorwürfe gegen den Rockerboss wiegen schwer. Jedoch konnten die Ermittler laut "Bild" in den vergangenen Jahren nur wenig Konkretes gegen ihn sammeln. Eines steht jedoch fest: Hanebuth wird als Kopf der organisierten Kriminalität betrachtet. Als Beweis dient den Ermittlern eine Hells-Angels-Kutte mit der Aufschrift " President Mallorca". Hanebuth betonte jedoch stets, dass er rein privat auf Mallorca sei. Der Vorwurf der Ermittler lautet jedoch Geldwäsche. So soll Hanebuth über Strohmänner Immobilien und Bordelle gekauft haben. Zudem soll er auch für Prostituierte gesorgt haben. Einige Frauen sagten bereits aus, dass sie zur Prostitution auf der Insel gezwungen worden wären.

Im Gegensatz zu Hanebuth ist die Beweislage bei den anderen verdächtigen Personen eindeutiger. Anfang 2016 soll der Prozess angeblich beginnen, schreibt die "Bild" und beruft sich auf Verfahrensbeobachter.

FOTOS: Hells Angels und Bandidos Kriminelle Rockerclubs in Deutschland

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bua/sam/news.de/dpa

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