27.09.2015, 16.54 Uhr

Die krassesten Nachbarschaftskriege: "Wenn jemand auf mein Grundstück kommt, knallt's!"

Am 28. September ist "Nationaler Tag des guten Nachbarn 2015". Mit guter Nachbarschaft haben diese verrückten Fälle aber wirklich gar nichts am Hut...

Jeder Dritte nennt einen seiner Nachbarn einen "guten Freund". Das ist aber leider nicht überall der Fall. Bild: Kai Remmer/dpa

Der "Tag des guten Nachbarn" am Montag, 28. September 2015, ist dafür da, seine lieben Nachbarn zu ehren. Es gibt aber auch Fälle, in denen nachbarschaftliche Solidarität und gegenseitige Unterstützung gänzlich fehlen. 39 Prozent der Bundesbürger hätten sich schon einmal von einem Nachbarn schikaniert gefühlt, ergab eine "Immowelt"-Umfrage. Diese Personen könnten sich angesprochen fühlen...

Monströse Mauern, Stacheldraht, Selbstschussanlage: Nachbarschafts-Horror in Bamberg

Zum Beispiel in der Nähe von Bamberg: Helga K. (45) schaut nicht etwa auf eine Hecke oder einen hübschen Gartenzaun, sondern auf eine 16 Meter lange und 2,40 Meter hohe Mauer, die ihr Nachbar illegal errichtet hat. Seit vier Jahren steht das Monstrum auf der Grundstücksgrenze der Familie F.

Helga K. klagte - und bekam Recht. Die Kellnerin wartete jedoch vergebens auf den angeordneten Abriss des Ungetüms, wie "Bild" berichtet. Für den Bürgermeister der kleinen Stadt macht die Mauer Sinn. Die Nachbarn könnten sich nicht ausstehen, da sorge so eine stabile Mauer zumindest für Frieden. Helga K.'s Trotzreaktion: 400 Meter Stacheldraht, Schreckschusspistole und Flutlichter. Auch eine Selbstschussanlage hat die Kellnerin errichtet. "Wenn jemand auf mein Grundstück kommt, knallt's!"

Tödlicher Nachbarschaftsstreit wegen Müllentsorgung und Durchfahrtsrecht

Das wäre kein Einzelfall: In Baden-Württemberg endete 2013 ein Nachbarschaftsstreit tödlich! Nach einem zwei Jahre währenden Krieg um Müllentsorgung, Umbauten und Durchfahrtsrecht griff ein 39-Jähriger zur Pistole und erschoss seinen Nachbarn mit acht Schüssen. Das Opfer hat vorher die Familie des Täters beleidigt. "Da bin ich durchgedreht", sagte der Angeklagte später. An die Tat konnte er sich nur noch teilweise erinnern. Er sah seinen Nachbarn vor sich in seinem Garten und habe nicht gewusst, ob er wach sei oder träume. Erst als seine Frau und die Kinder anfingen, zu schreien, sei ihm der Streit wieder eingefallen. Doch ob er geschossen habe oder nicht, wusste er nicht.

Psychoterror endet mit tödlichen Schüssen, Witwe muss Baby nun allein versorgen

Seine 31-jährige Frau beschwerte sich vor Gericht über den "Psychoterror", den das Opfer betrieben habe. Der 43-Jährige wurde an Hüfte, Lende und Brust getroffen und war sofort tot. Die Witwe, die das gemeinsame Baby nun allein versorgen muss, bezeichnet ihren verstorbenen Mann als "charakterstarke" Person, die ihre Ansichten stets vertreten habe, so "merkur.de".

Nachbarschafts-Horror: Nachbarn erschossen, anschließend Selbstmord begangen

Nach einem langjährigen Nachbarschaftsstreit im westfälischen Hamm wurden zwei Menschen tödlich verletzt. Ein Mann erschoss erst seine 65-jährige Nachbarin und anschließend sich selbst. Auch der Ehemann der Getöteten wurde schwer verletzt. Wie es so weit kommen konnte? Die Autos des Ehepaares wurden jahrelang "falsch" geparkt...

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