25.09.2015, 17.01 Uhr

31 Jahre abgetaucht!: Totgeglaubte Petra P. plante ihr Verschwinden genau

Warum sie 1984 plötzlich untertauchte und drei Jahrzehnte unter falscher Identität lebte, will eine lange totgeglaubte Frau nicht preisgeben. Ihr Verschwinden aber hat sie damals wohl genau geplant. Ihre Familie will die heute 55-Jährige mit offenen Armen empfangen.

31 Jahre lang wurde Petra Pazsitka für tot gehalten. Bild: Screenshot YouTube / Aktenzeichen Laibachs Hoden-Wohl

Eine vermeintlich Als dort jüngst in ihre Wohnung eingebrochen wurde, offenbarte sie den Beamten spontan ihre wahre Identität. "Wir klappen den Deckel jetzt zu. Wir hatten den Aktenordner hier noch stehen", sagte der Braunschweiger Polizeisprecher Joachim Grande am Freitag.

PetraPazsitka sei in all den Jahren nie aufgefordert worden, ihre Papiere vorzulegen, habe ihr Leben darauf ausgerichtet, erzählt sie den Beamten, wie Polizeisprecher Joachim Grande sagt. Zu ihrem Lebensunterhalt habe die allein lebende Frau nichts gesagt, sie habe gearbeitet. "Strafrechtlich ist ihr nichts vorzuwerfen." Falsche Papiere hatte sie nicht. Personalausweis, Reisepass, Führerschein, Krankenversicherungs- und Bankkarte - nichts von alledem hat die Frau mehr als 31 Jahre lang zur Verfügung gehabt.

Keine Gründe für das ungewöhnliche Verschwinden bekannt

Da die Frau selbst die Gründe ihres Abtauchens nichts preisgeben will, kann über ihr Motiv weiter nur spekuliert werden. Mögliche Gewalt oder sexuelle Übergriffe in der Familie habe die 55-Jährige aber klar ausgeschlossen, als die Polizei sie befragte. Hinweise darauf, dass die Frau selber Straftaten begangen habe, gebe es ebenfalls keine, erklärte die Polizei.

"Dieser Fall mit einem so langen Untertauchen ist schon extrem ungewöhnlich", sagte der Sprecher des Landeskriminalamtes Niedersachsen, Frank Federau. "Dass eine für tot erklärte Person wieder identifiziert wird, ist wirklich einzigartig." Vollkommen unerklärlich sei, wie es der Frau gelungen sei, so lange ohne Papiere zu leben. "Überall wo man etwas macht, muss man sich ausweisen." Nun wir die Frau wieder für lebend erklärt und aus Frau Schneider wird wieder Frau Pazsitka.

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räc/zij/news.de/dpa

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