Misshandelt und Vernachlässigt: Die schlimmsten Horror-Kitas

In Kindertagesstätten geben Eltern ihre Kinder in dem Glauben ab, ihr Nachwuchs sei gut versorgt. Leider ist das nicht immer der Fall, das zeigte jüngst der Fall von Devid (3). Hier eine Übersicht der schlimmsten Vorfälle in Kitas.

Erzieher und Erzieherinnen sind Vertrauenspersonen. Eltern vertrauen ihnen ihre Kinder an. Leider kann das schief gehen: Der 30-jährige Stefan H. (r.) hat sich an fünf Kindern in einer Hamburger Kita vergangen. Bild: Maja Hitij/dpa

Klar können Kinder anstrengend sein, aber sie sind immer noch unschuldig und wehrlos. Wenn Eltern ihren Nachwuchs in die Obhut von ErzieherInnen geben, erwarten sie, dass die sich gut um die Kleinen kümmern. Sie glauben, ihre Kinder seien gut aufgehoben und würden liebevoll behandelt. Leider kommt es immer wieder vor, dass sich Kindergärten durch Vernachlässigung und Missbrauch in Horror-Kitas verwandeln. Hier die schlimmsten bekannten Fälle der letzten Jahre.

Kleiner Devid (3) brutal bestraft?

Der jüngste Vorfall ereignete sich in einem Kindergarten im bayerischen Moosthenning. Angeblich warf der kleine Devid (3) mit Steinchen nach der stellvertretenden Leiterin (53) seiner Kita. Deswegen soll die Erzieherin ausgerastet sein und rächte sich brutal an dem Jungen. Die "Bild" zitiert den Vater des Jungen, Alexander Wabischewitsch: "Sie hat ihn dann am Arm gepackt, unsanft auf die Wippe gesetzt und sich mit ihrem vollen Gewicht auf die andere Seite geworfen." Devid sei dadurch in die Luft katapultiert worden und danach mit der Nase auf die Wippe geknallt. "Wir haben diese Frau wegen Körperverletzung angezeigt", sagt Wabischewitsch.

Berüchtigt: Kinder missbrauchten Kinder

Über mehrere Monate sollen in der Kindertagesstätte "Maria Königin" in Mainz Kinder andere Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren geschlagen, bedroht, erpresst und mit Gegenständen vergewaltigt haben. Dass die Kita geschlossen wurde, erfuhr ein betroffener Vater (32) am Telefon. Zur "Bild" sagte er: "Erst die kommissarische Leiterin, die jetzt eingesetzt wurde, hat mir gesagt, es würde sich um einen Missbrauch unter Kindern handeln. So seien Stöcke in den Anus gesteckt worden, Kinder an ihrem Penis verletzt und andere Geschichten."

Zuhause habe sein Sohn (2) davon nichts erzählt. "Aber wir haben trotzdem eine Veränderung wahrgenommen. Plötzlich begann unser Sohn, sich die Hose runterzuziehen und seinen Penis zu zeigen. Plötzlich benutzte er Fäkalsprache mit sexuellen Inhalten." Als die Vorwürfe in der Kirchengemeinde Pfarrer Christian Nagel zu Ohren kamen, reagierte dieser sofort. Die Kita wurde geschlossen und die Betreuer zunächst von Dienst suspendiert. Inzwischen wurde allen Kita-Mitarbeitern fristlos gekündigt und die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der Verletzung der Aufsichtspflicht.

Gefesselt und eingesperrt

Unvorstellbar: In den Jahren 2011 und 2012 sollen in der Kita "Spatzennest" in Pöllwitz (Thüringen) Erzieherinnen knapp Einjährige gequält haben. Die Ex-Kita-Leiterin Bärbel D. (52) soll einen Jungen und ein Mädchen für mehrere Minuten in einen dunklen Abstellraum gesperrt haben. Einen Jungen soll sie zum Essen seiner Cornflakes gezwungen habe und das, obwohl der Junge bereits würgte. Ihre Kollegin Daniela V. (43.) soll fünf Kleinkinder eingeengt in ein Laufgitter gestellt habe und in anderen Fällen ein Mädchen mit ein Wischtusch an einen Stuhl gefesselt haben.

Bei einem Ausflug wurden die Kinder vernachlässigt: Im warmen Raum einer Gaststätte mussten die Kinder für knapp drei Stunden in einem sechssitzigen Kinderwagen angegurtet ausharren, ohne dass die Erzieherinnen ihnen die warme Oberbekleidung auszogen. Bei Jugendamt häuften sich die Beschwerden der Eltern und so kamen die unfassbaren Vorgänge ans Licht. Drei Erzieherinnen kamen vor Gericht und wurden zu Geldstrafen verurteilt.

Missbrauch an "Domspatzen"-Vorschule: Schläge mit Faust, Stock und Schlüsselbund.

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