Highfield Festival 2015 mit klarem Statement: Ganz viel Sonne, gute Laune und politische Klänge

Das Highfield-Festival in Grosspösna bei Leipzig ist das Musik-Event der Region und hat sich bereits unter den großen Musik-Festivals etabliert. Am vergangenen Wochenende wurde es zum 18. Mal ausgetragen und war mal wieder ausverkauft. Dabei bezog das Festival anhand der gebuchten Bands eine klare politische Position.

Die Festivalbesucher des Highfield bekamen ordentlich was auf die Ohren. Bild: fotolia.com/DWP

Das 18. Highfield-Festival lockte auch dieses Jahr wieder unzählige Musikbegeisterte aus allen Ecken Deutschlands an und sogar aus dem Ausland kamen die Fans herbeigeströmt. 42 Acts standen von Freitag bis Sonntag auf den zwei Bühnen des Festivals in Grosspösna bei Leipzig. Tausende standen davor. Neben viel Spaß, Tanz und guter Laune sollte aber auch eines nicht zu kurz kommen: Die meisten Künstler zeigten eine klare Positionierung gegen Rechts - dadurch setzte das Festival in der aktuellen politischen Debatte ein klares politisches Statement.

Am Freitag, 14.08., rockten The Kooks, Clueso und Marteria die Bühne

Am Freitagnachmittag fiel um 16 Uhr der Startschuss des Festivals. Los ging's mit der deutschen Punkband Adam Angst. Um 20 Uhr gab es dann das erste Highlight: Die deutsche Indie-Rock-Gruppe Madsen brachte die Fans bei Temperaturen um die 30 Grad ordentlich ins Schwitzen. Auch der Erfurter Clueso ließ sich nicht lumpen und trat zusammen mit seiner Band auf. Dort überraschte er mit Liedern aus seiner Hip Hop-Zeit zu Beginn seiner Karriere. Dennoch fehlten auch seine größten Hits wie "Keinen Zentimeter", "Gewinner" und "Chicago" nicht und so konnten die Fans der ruhigeren Musik von Clueso zum Headliner des Abends über den Acker watscheln: Marteria. Der legte sich so richtig ins Zeug und sorgte zusammen mit Marsimoto für grünen Nebel über dem See neben dem Festival-Gelände, bevor er dem johlenden Publikum kurz seinen nackten Hintern präsentierte.

Der Samstag: Musikalische Aussagekraft und politische Ausrufezeichen

Um kurz nach vier stürmte die Punk-Band ZSK aus Berlin die Bühne. Einige der Festivalbesucher hatten da sicher gerade erst ihr Frühstück hinter sich gebracht. Doch das hielt sie nicht davon ab, gleich wieder hellwach zu sein - und den Botschaften von ZSK-Frontmann Joshi zur Blockade der Thüga und anderen Ablegern von Pegida zu lauschen. Die Punkrocker sind für ihre antirassistische Haltung bekannt und setzen sich immer wieder gegen Rechts ein. Die Festival-Besucher stimmten mit "Nazis raus!"-Rufen ein. The Gaslight Anthem sorgte dann am Abend für ruhigere, teils sogar romantische Klänge, bevor die Dropkick Murphys und schließlich Headliner The Offspring die Massen zum Gröllen, Mitsingen und Tanzen animierten.

Donots, Subways, The Wombats - doch der Schlusssatz gehört den Broilers

Obwohl das Wetter gegen Abend umschlug, war auch am Sonntag die Stimmung fantastisch. Kein Wunder, denn Bands wie The Subways und die Donots gaben sich die Klinke in die Hand. Labrassbanda aus Bayern brachten dann mit sprichwörtlichen Pauken und Trompeten das Festivalgelände zum Beben. "Acht Schritte nach rechts, acht Schritte nach links - und jetzt springen!", wies Frontmann Stefan Dettl an und Tausende Festival-Besucher ließen sich von ihm dirigieren. Am Abend beendeten dann die Broilers mit einem Feuerwerk das Festival. Sie waren Headliner des Tages und zogen um die 20.000 Festivalisten in ihren Bann.

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gea/zij/news.de

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