05.08.2015, 17.05 Uhr

Weltbevölkerung im Jahr 2100: Bittere Prognose! Die Deutschen sterben aus

Die Menschheit wächst schneller als angenommen. Im Jahr 2100 könnten 11,2 Milliarden Menschen auf der Erde leben. In Deutschland schrumpft hingegen die Bevölkerung.

Deutschlands Bevölkerungsrate sinkt im Jahr 2100 auf knapp 64 Millionen. Bild: dpa

Die Bevölkerung auf der Erde nimmt immer weiter zu. Derzeit leben 7,3 Milliarden auf den blauen Planeten. Schon in 15 Jahren werden es 8,5 Milliarden sein. 2050 sollen es dann 9,7 Milliarden sein - etwa 200 Millionen mehr als bislang geschätzt. Schließlich könnten zum Ende des Jahrhunderts dann 11,2 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Davon geht jedenfalls der Weltbevölkerungsfonds der Vereinten Nationen aus.

Die Weltbevölkerung steigt weiter an. Bild: dpa

Weltbevölkerung: Die Grenze ist erreicht.

Bevölkerungswachstum: Indien löst China ab - Afrika wächst am schnellsten

Dabei wird es Verschiebungen geben, wie sich die Menschen auf der Erde verteilen.Indien soll China schon in sieben Jahren als bevölkerungsreichstes Land ablösen. Am schnellsten wächst aber Nigeria: Derzeit mit 174 Millionen das siebtgrößte Land, soll es bis 2050 an den USA vorbeiziehen und dann das drittgrößte gemessen an den Einwohnern sein. Zu dem Zeitpunkt soll es sechs Länder mit mindestens 300 Millionen Einwohnern geben: China, Indien und die USA, für die das heute schon zutrifft und zusätzlich Indonesien, Nigeria und Pakistan.

Passend dazu: Der Energiehunger der Welt wächst.

Die Forscher haben ihre weltweiten Zahlen nach oben korrigiert, weil die Fruchtbarkeitsraten langsamer als erwartet sinken. Das stärkste Wachstum gibt es vor allem in den Regionen, die heute zur Dritten Welt gehören. Den größten Zuwachs erwarten die Forscher in Afrika. Bis 2050 sollen gleich 28 Länder des Kontinents ihre Einwohnerzahl verdoppeln. Für zehn Länder erwarten die Prognostiker, dass sie bis zum Jahr 2100 die Zahl ihrer Bürger mindestens verfünffachen. Dieses Wachstum gerade in der ärmsten Region der Erde sei die große Herausforderung der nächsten Jahrzehnte, hieß es.

11,2 Milliarden Menschen sollen im Jahr 2100 auf der Erde leben. Bild: dpa

Studie zum Bevölkerungswachstum: Deutschland schrumpft

In Europa hingegen wird mit einem Rückgang gerechnet. Derzeit sind für Deutschland 82,56 Millionen Einwohner angegeben, Nummer 15 in der Welt. Im Jahr 2050 werden nach Berechnungen der Wissenschaftler nur noch knapp 72 Millionen Menschen in Deutschland leben und 2100 dem "Spiegel" nach 63 Millionen - ähnlich viel wie unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg. Von den größeren Ländern gibt es nur neun, deren Fruchtbarkeitsrate so gering ist, dass die Einwohnerzahl sinkt. Deutschland gehört dazu. Zudem ist es nach Japan auch das älteste Land.

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Geburtenrate sinkt langsamer als angenommen

Grund für den Anstieg der Weltbevölkerung ist unter anderem die Annahme, dass die Geburtenrate pro Frau weniger stark sinkt als noch vor einigen Jahren angenommen. Experten fordern deshalb einen besseren Zugang zu Aufklärung und freiwilliger Familienplanung für Frauen und Jugendliche in Entwicklungsländern. "Jedes Jahr werden nach wie vor 74 Millionen Frauen und Mädchen in Entwicklungsländern ungewollt schwanger - unter anderem weil sie nicht verhüten können", wird die Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung, Renate Bähr im "Spiegel" zitiert. Dem Bericht zufolge würde es jährlich 9,4 Milliarden Dollar (8,5 Milliarden Euro) kosten, Frauen und Mädchen in Entwicklungsländern Verhütung zu ermöglichen.

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jko/Ife/news.de/dpa

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