Wetter: August 2015 in Deutschland: Schwitzen ade! So kriegen Sie Hitzefrei im Büro

Hoch Finchen und die Saharaluft versprechen eine heiße Woche mit Temperaturen bis zu 40 Grad. Alle weiteren Vorhersagen und Prognosen des Deutschen Wetterdienstes erfahren Sie ebenso hier wie die Möglichkeit, Hitzefrei im Büro zu bekommen.

Der Sommer ist zurück. Nach Herbstwetter ist nun wieder schwitzen angesagt. Wieder strömt Saharaluft nach Deutschland. Zwischen Hoch "Finchen", das inzwischen über Osteuropa liegt, und Tief "Bonimir" westlich von Irland dringt die Heißluft weit nach Norden vor. Schon am Montag sollten die Temperaturen in Deutschland auf Werte um 30 Grad steigen, im Rhein-Main-Gebiet und im Südwesten erwarteten die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) lokal bis 36 Grad. Am Dienstag werde es im Westen bei Höchstwerten bis 30 Grad eine kurze, leichte Abkühlung geben. Danach geht es mit dem Temperaturen weiter aufwärts: Der vorläufige Höhepunkt der Hitze soll am Freitag mit bis zu 38 Grad erreicht werden.

Wettervorhersage für die erste August-Woche (03.-09.08.2015)

  • Montag: 27 bis 35 Grad, Sonne satt und trocken
  • Dienstag: 28 bis 37 Grad, erst sonnig und schwül-heiß, später aus Westen erste Schauer und heftige Gewitter, Unwettergefahr!
  • Mittwoch: 23 bis 34 Grad, im Osten am wärmsten, sonst aus Nordwesten etwas kühler, aber vielfach schwül und teils heftige Unwetter
  • Donnerstag: 27 bis 36 Grad, Sonne und Wolken im Wechsel, zunächst trocken, ab dem Nachmittag wieder Unwettergefahr!
  • Freitag: 29 bis 39 Grad, wahrscheinlich Höhepunkt der Hitzewelle, im Osten Spitzenwerte bis knapp 40 Grad möglich, später Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturm
  • Samstag: 23 bis 30 Grad, Sonne und Wolken, dazwischen ab und zu Schauer und Gewitter, im Süden Unwettergefahr
  • Sonntag: 24 bis 32 Grad, erst freundlich, später neue Gewitter

Hitzefrei im Büro: Diese Regeln gelten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Bei jeder Hitzewelle dürften süße Erinnerungen an die Schulzeit wach werden: Kletterte das Thermometer über eine magische Grenze, gab es Hitzefrei - unzweifelhaft eines der schönste Worte der gesamten Schulzeit. Selbst wenn Arbeitnehmer der Schulbank schon einige Jahre entwachsen sind, so gibt es auch Regelungen für Hitzefrei am Arbeitsplatz. Detailliert geregelt ist das in einer Arbeitsstättenrichtlinie, die seit 2010 gilt. Darin heißt es, dass die Lufttemperatur in Arbeitsräumen nicht über 26 Grad liegen sollte - bis zu dieser Marke ist Arbeitnehmern eine Tätigkeit zuzumuten. Steigt die Temperatur im Büro, der Werkstatt oder einer anderen Arbeitsumgebung, muss der Arbeitgeber einschreiten, und zwar im Rahmen eines 3-Stufen-Modells.

Bei Temperaturen, die zwischen 26 und 30 Grad liegen, ist der Arbeitgeber angehalten, beispielsweise den Dresscode zu lockern oder kostenlose Erfrischungsgetränke für seine Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. Klettern die Temperaturen am Arbeitsplatz über 30 Grad, sind diese Maßnahmen Pflicht. Kommt der Chef diesen Pflichten nicht nach, ist es nach Angaben von Juristen Arbeitnehmern gestattet, seinen Arbeitsplatz eigenmächtig zu verlassen - allerdings nur, wenn seine Gesundheit durch die Hitze am Arbeitsplatz erheblich gefährdet ist. Bei einer bestehenden Schwangerschaft oder körperlich anstrengender Arbeit sind diese Voraussetzungen beispielsweise gegeben.

Hitzefrei ab 35 Grad? Diese Pflichten haben Arbeitgeber im Sommer

Sobald am Arbeitsplatz 35 Grad und mehr gemessen werden und diese Temperaturen auch nicht durch Ventilatoren, Klimaanlagen oder ähnliches gesenkt werden können, ist der Arbeitsplatz nicht mehr zumutbar. Arbeitgeber müssen dann für eine kühlere Arbeitsumgebung sorgen. Einige Chefs erlauben ihren Mitarbeitern dann auch die Arbeit in Gleitzeit, so dass die heißesten Stunden des Tages nicht im Büro verbracht werden müssen. Kommt der Vorgesetzte seinen Pflichten nicht nach, liegt ein Verstoß gegen das Arbeitsschutzgesetz vor - schlimmstenfalls werden Arbeitgeber, die ihre Angestellten bei Gluthitze im Büro schmoren lassen, mit einem Bußgeld von bis zu 5.000 Euro belegt.

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jko/sam/news.de/dpa

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