Salzburger Festspiele 2015: Programm, Tickets, Highlights: Salzburg wird zur Schauspiel-Bühne

Die Salzburger Festspiele vom 18. Juli bis 30. August 2015 zeigen erstmals die "Dreigroschenoper" - und das gleich im Doppelpack, einmal im Original sowie als modernisierte Salzburger Version. Infos zu Programm und Tickets sowie einige Geheimtipps gibt's hier.

Mit 250.000 Eintrittskarten und einem Budget von 61 Millionen Euro (2014) gelten die Salzburger Festspiele als das größte Musik- und Theaterfestival der Welt. In diesem Jahr werden sie am Samstag, 18. Juli 2015, um 10.15 Uhr mit dem Fest zur Festspieleröffnung offiziell eingeläutet. 73 Veranstaltungen in 29 Spielstätten stehen auf dem Programm.

Salzburger Festspiele 2015: Programm mit zeitgenössischen Elementen

In den vergangenen Jahren ist das Spektrum der Salzburger Festspiele immer breiter geworden. Zwar sind Wolfgang Amadeus Mozart und Richard Strauss immer noch die "Hausgötter", und wie eh und je wird auf dem Domplatz der "Jedermann" von Festspiel-Mitgründer Hugo von Hofmannsthal zelebriert. Doch daneben hat sich die zeitgenössische Musik einen prominenten Platz im Repertoire erobert.

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Das Opern-Programm der Festspiele, das am Sonntag nächster Woche (26.7.) mit der Premiere von Wolfgang Rihms selten gespielter Oper "Die Eroberung von Mexico" beginnt, verbreitert damit einmal mehr seine künstlerisch-ästhetische Basis. Dass man sich in Salzburg an eine modernisierte Fassung der "Dreigroschenoper" macht, ist allerdings ein Wagnis. Das betrifft freilich nur die Songs. "Altes neu zu hören, das ist doch schön", verteidigt Schauspielchef Sven-Eric Bechtolf das Projekt.

Die Salzburger Festspiele finden in diesem Jahr vom 18.07. bis 26.07. statt. Bild: dpa

Fest zur Festspieleröffnung am 18.07. und Festspielnächte: Salzburg wird zur Bühne

Die Bevölkerung kann an dem Festival mit seinen immer noch stattlichen Eintrittspreisen teilhaben: Das Eröffnungsfest in der Salzburger Altstadt (18.07.) zieht jedes Jahr Zehntausende an. Auch die kostenlosen Festspielnächte mit aktuellen und historischen Festspielproduktionen auf der Großleinwand sind überaus beliebt. All diese Aktivitäten zielen darauf ab, die Relevanz der Festspiele für alle Bürger - und nicht nur die Betuchten - zu betonen.

Geheimtipps bei den Salzburger Festspielen - hier kommt jeder auf seine Kosten

Während es für die meisten fast unmöglich ist, eine Karte für Verdis "Il Trovatore" mit Anna Netrebko und Plácido Domingo zu ergattern, gibt es auch weniger bekannte Events auf den Salzburger Festspielen, die ebenfalls großen Festspiel-Genuss versprechen. Hier die Geheimtipps im diesjährigen Programm:

  • Younf Directors Project - renommierter Dirigentenwettbewerb der Salzburger Festspiele mit jährlichem Award-Concert-Weekend. Hier kann man vielversprechenden jungen Talenten aus der ganzen Welt über die Schulter schauen.
  • Gioachino Rossinis "Der Barbier von Sevilla" in einer Kinderversion. Mitglieder des Young Singers Project präsentieren Arien und Ensembles aus dem Meisterwerk um den gewitzten Figaro und seine Angebetete.
  • Viele Sängerinnen und Sänger werten ihren Lebenslauf mit dem Besuch von Meisterklassen bei Stars ihres Fachs auf. Oft sind die Unterweisungen öffentlich. Der Eintritt in der Salzburger Universitätsaula ist frei, kostenlose Zählkarten gibt es ab dem 4. Juli im Kartenshop der Festspiele.
  • Manchmal werden Generalproben von Opern- und Schauspielinszenierungen für das Publikum geöffnet. Das hängt vom Verlauf der Proben und vom Einverständnis der Beteiligten ab. Infos gibt es auf der Homepage der Festspiele.
  • Wer keine Karten mehr ergattert hat oder sich die Billets schlicht nicht leisten kann, für den gibt es seit 2002 die von Siemens gesponserten Festspielnächte auf dem Salzburger Kapitelplatz. Auf einer riesigen LED-Leinwand werden aktuelle und historische Opern- und Konzertleckerbissen präsentiert.

Tickets und Programm: Hier erfahren Sie alles über die Salzburger Festspiele 2015

Wer wissen möchte, für welche Vorstellungen es noch Karten gibt, wird auf der Homepage der Salzburger Festspiele fündig. Aber Achtung: Die Preise sind nicht für jeden erschwinglich. Infos zum Programm, zu allen Opern und Konzerten, finden Sie ebenfalls online.

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zij/sam/news.de/dpa

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