Suche nach Elias aus Potsdam: Unglück oder Verbrechen? Polizei gräbt Fluss nach Elias um

Nahe dem Flüsschen Nuthe verschwand der sechsjährige Elias aus Potsdam. Auf der Suche nach dem Jungen wird dort nun gegraben. An der Stelle hatten Hunde angeschlagen. Bisher ist noch völlig unklar, ob das Kind verunglückte oder einem Verbrechen zum Opfer fiel.

Auf der Suche nach dem vermissten Elias aus Potsdam konzentriert sich die Polizei weiter auf das Flüsschen Nuthe. Ein Teil des Gewässers im Stadtteil Schlaatz wurde am Donnerstag ausgebaggert und der Schlamm untersucht. Die Arbeiten wurden am Abend unterbrochen, wie die Polizei mitteilte. Sie sollen an diesem Freitag fortgesetzt werden.

Fall Elias: Polizei sucht in der Nuthe weiter nach dem vermissten Jungen

Dabei soll der Wasserstand der Nuthe abgesenkt werden, um das Ausbaggern des Schlammbodens zu erleichtern. Gesucht wird an einer Stelle, an der zuvor Hunde angeschlagen hatten. Dort könnte das Kind verschwunden sein. An der Stelle war nach Polizeiangaben bereits mehrfach mit Tauchern gesucht worden. Das müsse aber nicht heißen, dass es um den Sechsjährigen gehe, hatte ein Sprecher gesagt.

Suche nach Elias: Mitarbeiter des Technischen Hilfwerkes und Polizisten hantieren in Potsdam mit Bauteilen für ein Floß. Bild: Ralf Hirschberger/dpa

"Aktenzeichen XY" bringt neue Hinweise, aber keine heiße Spur im Fall Elias

Elias wurde am Mittwoch vor einer Woche zuletzt auf einem Spielplatz im Stadtteil Schlaatz gesehen. Seitdem ist er verschwunden. Bisher gibt es trotz 532 Hinweisen aus der Bevölkerung (Stand vom Donnerstagabend) keine Spur von dem Kind. Am Mittwochabend war in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" auf den Fall hingewiesen worden. Nach der Ausstrahlung habe es etwa doppelt so viele Hinweise wie sonst in der Nacht gegeben, sagte ein Sprecher.

Unglück oder Verbrechen? Polizei sieht Parallelen zum Fall der vermissten Inga

Nach dem Verschwinden von Elias hatte sich die Polizei zunächst bei ihrer Suche auf die Möglichkeit eines Unglücks konzentriert: Der Junge könnte in die Nuthe oder in einen Heizungsschacht gestürzt sein, war die Überlegung. Aber auch ein Verbrechen wird von den Ermittlern mittlerweile ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Für wenig wahrscheinlich hält es die Polizei, dass der Junge ausgerissen ist.

Die Ermittler stehen auch im Kontakt mit ihren Kollegen aus Sachsen-Anhalt. Anfang Mai verschwand dort die fünfjährige Inga in der Nähe von Stendal, mehr als 100 Kilometer von der brandenburgischen Landeshauptstadt entfernt.

Lesen Sie hier: Polizei prüft Parallelen zum Fall Inga.

VIDEO: Ermittler sehen Parallele zu Fall Inga
Video: RTL

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zij/news.de/dpa

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1 Kommentare
  • krissy

    17.07.2015 13:06

    Der arme Junge ist genau wie Inka bestimmt von Pädophilen entführt worden. Mit den Kindern werden dann diese schrecklichen Filme gedreht.

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