01.07.2015, 14.15 Uhr

Kim Jong Un schlägt wieder zu: Diktator enthauptet Flughafen-Architekten

Kim Jong Un ist bekannt für sein strenges Regime und seine Leichtfertigkeit, seine Untergebenen hinrichten zu lassen. Zumeist trifft das höhere Beamte und Offiziere im politischen Umfeld des Diktators. Nun hat es aber auch einen einfachen Architekten getroffen. Der hatte den neuen Flughafen in Pjöngjang entworfen - doch Un gefiel das Design leider nicht so gut.

Nordkorea leidet ja nun schon eine ganze Weile unter seinem (neuen) Tyrannen Kim Jong Un. Dieser macht aber immerhin gute Mine zum bösen Spiel. Lächelnd und vergnügt weihte er vergangene Woche Pjöngjangs neuen Flughafen ein und posierte für die Fotografen in den neuen Hallen - deren Erschaffer er soeben exekutieren ließ.

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Kim Jong Un bei der Einweihung des neuen Flughafens in Pjöngjang. Bild: Rodong Sinmun/picture alliance/dpa

Kim Jong Un lässt gern Hinrichten - auch wenn es eigentlich keinen Grund dafür gibt

Der mehr als skrupellose Diktator soll nämlich den Architekten des Flughafens hinrichten lassen haben, weil ihm das Design des Airports in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang nicht so ganz gefiel. Deshalb musste der Mann nur Wochen vor der Eröffnung seines Projekts sterben. Exekutionen sind nichts Neues in Nordkorea. Es ist beinahe an der Tagesordnung, dass Offiziere und höhere Beamte hingerichtet werden. Die Todesursachen sind dabei geradezu bedeutungslos, wie zum Beispiel das Schauen einer südkoreanischen Soap Opera.

Der Architekt des Flughafens verschwand spurlos, nachdem Un sein Missfallen äußerte

Der Architekt des Flughafens Ma Won Chun ist bereits letztes Jahr verschwunden. Seltsamerweise erfolgte dies direkt, nachdem Jong Un sein Missfallen am Design des neuen Flughafens äußerte, schreibt die Zeitung "The Diplomat". Chun wurde laut Bericht wegen "korrupter Methoden und der Nichtbefolgung von Anordnungen" hingerichtet.

Kim Jong Un duldet keine künstlerischen Freiheiten

Kim Jong Un ließ ein Statement veröffentlichen, in dem er bekannt gab: "In der letzten Phase des Baus von Terminal 2 wurden einige Mängel deutlich, da der Architekt es versäumt hatte, die Ideen der Partei in Hinblick auf architektonische Schönheit zu berücksichtigen. Diese sollten aber der Mittelpunkt der architektonischen Arbeiten sein, um den Charakter und die nationale Identität zu erhalten." Und: "Es ist aber notwendig, die Bauarbeiten am Terminal zu beenden, denn es ist ein Symbol für Korea, das Gesicht des Landes und das Tor zu Pjöngjang."

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