Vereinigte Arabische Emirate: Ras Al Khaimah: Traumstrände im Wüstenstaat

Baden an kilometerlangen weißen Stränden, Wohnen in Luxushotels, Highlife in Dubai oder Abu Dhabi. Damit lockt ein neues aufstrebende Reiseziel am Persischen Golf - das Emirat Ras Al Khaimah.

Ein Streifen Traumstrand in Ras Al Khaimah Bild: FTI Touristik/spot on news

Ahmed ist der Typ Reiseleiter, den sich Mütter als Schwiegersohn und Urlauber als Vertrauensperson wünschen: jung, höflich, hilfsbereit. Dazu spricht er ein perfektes und akzentfreies Deutsch, das er auf der Uni gelernt hat. In Deutschland war Ahmed noch nie. Der 26-jährige Ägypter, geboren in Kairo, sieht seine Zukunft in Ras Al Khaimah. In einem Wüstenstaat, der große Pläne hat. "Es ist faszinierend, was sich hier gerade entwickelt", schwärmt Ahmed. "Da möchte ich unbedingt dabei sein."

Spektakuläres Resort im arabischen Stil: The Cove Rotana FTI Touristik

Ras Al .... was? Wer von der neuen, aufstrebenden Destination am Persischen Golf noch nie etwas gehört hat, muss sich nicht schämen. Zwar lagen dort schon im letzten Jahr knapp 70.000 Deutsche an den Stränden, aber das ist nicht sonderlich viel im Verhältnis zu den 600.000, die es in die Vereinigten Arabischen Emirate zog. Deshalb schaden ein paar Sätze touristisches Wikipedia-Wissen an dieser Stelle nicht:

Dubai im Zeitraffer: Mehr dazu in diesem MyVideo-Clip

Ras Al Khaimah ist das viertgrößte Emirat. Was sich nach viel anhört, ist mit 1684 Quadratkilometern ziemlich klein. Es sind gerade mal 2,17 Prozent der Gesamtfläche der sieben Emirate, dafür ziehen sich die 74 Kilometer zwischen Dubai im Norden und dem südlichsten Gipfel von Oman wie ein überdimensionales Badetuch als feinste Sandstrände an der Küste entlang. "Wir sind die ideale Sun- und Beachdestination für Familien und Paare", wirbt Halthan Mattar, der Tourismuschef von Ras Al Khaimah.

Und um im Bild zu bleiben: Das so kleine, dafür umso feinere Emirat, das lange im Schatten der mächtigen Nachbarn Dubai und Abu Dhabi stand und sich erst vor rund zehn Jahren aufmachte, sonnenhungrige Urlauber an den Rand ihrer Wüste zu locken, entwickelt sich prächtig. Allerdings nicht uferlos, wie Mattar verspricht: "Wir haben jetzt 4000 Betten, in den nächsten zehn Jahren sollen 2000, höchstens 3000 dazu kommen. Das ist gar nichts gegen die 120.000 Betten in Dubai. Wir wollen keine Massendestination werden, sondern bewusst klein bleiben."

6 Sterne mit Golfplatz: Waldorf Astoria Hotel FTI Touristik

Al Hamra, was im Arabischen "Das Rötliche" bedeutet, und Al Marjan ("Die Koralleninsel") sind die Sahnestücke im Emirat von Scheich Mohammed bin Saudi bin Saqr Al Qasimi, der neben einer erfolgreichen Keramik- und Glasindustrie voll auf hochklassigen Tourismus setzt. In Al Hamra steht mit dem, an den gleichnamigen Golfplatz grenzenden Waldorf Astoria, das einzige 6-Sterne-Hotel des Mini-Staates. Der Hilton-Konzern hat sich mit gleich sieben 5-Sterne-Häusern niedergelassen, und auch das spektakulär im Stil eines arabischen Dorfes gebaute "The Cove Rotana Resort" genügt allerhöchsten Ansprüchen.

Mit Al Marjan wiederum haben sich die Architekten am berühmten Vorbild "The Palm" in Dubai orientiert und das Emirat neben einer Halbinsel um vier kleine Insel erweitert, auf denen eifrig an neuen Luxusresorts gebaut wird. Eines davon im Stil von Ibiza, als ultimativem Party-Ort für ein junges Publikum. Es tut sich eine Menge in Ras Al Khaimah, und die konkurrierenden Spots von den Kanarischen Inseln bis Ägypten sollten sich schon mal Gedanken machen, was geschieht, wenn die Reisenden den Namen dieses Emirats nicht nur unfallfrei aussprechen können, sondern auch auf ihrer persönlichen touristischen Landkarte haben.

Mit konstanten Temperaturen (Land um die 30 Grad, Wasser 25 Grad aufwärts) und Sonnengarantie ist Ras Al Khaimah ein guter Tipp für den perfekten Badeurlaub, auch wenn das Thermometer in den Sommermonaten gerne über die 40 Grad Celsius schießt und die Klimaanlagen Hochsaison haben.

Luxusresort mitten in der Wüste

Luxusvilla im Beduinen-Stil: Wüstenresort Banyan Tree Al Wadi FTI Touristik

Wer es ganz exklusiv haben mag, verzieht sich für ein paar Tage in die Wüste. Vorausgesetzt, die Urlaubskasse verträgt Preise ab 800 Euro pro Nacht. Dafür wohnt man als Luxus-Beduine in einer der Villen des Banyan Tree Al Wadi, einem von nur zwei Wüstenresorts der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Beduinenzelten nachempfundenen Suiten mit eigenem Pool sind mit einem luxuriös-heimeligen Ambiente so perfekt eingerichtet, dass die meisten Gäste es nur selten verlassen. Und wenn, dann nur, um in der resorteigenen Falknerei Falken, Bussarde oder Eulen zu füttern, oder Springböcke zu beobachten.

Ein Gast pro Jahr hat das Vergnügen, eines der aktuell 24 Tiere mit dem Betäubungsgewehr zu erlegen. Dem wird ein GPS-Sender unter das Fell gepflanzt, und der Gast kann - wo immer er sich gerade auf der Welt aufhält - per Internet verfolgen, wo sich sein Bock gerade aufhält. Was das kleine Extra-Vergnügen kostet, wollte uns der Hotelguide nicht verraten. "Wir werden uns mit den Gästen immer einig", grinste er.

Touristenattraktion in der Wüste: Kamelfütterung Joel Anderson

Die Normalos unter den Urlaubern lassen sich auch gerne in die Wüste schicken. Wie überall in den Emiraten werden Jeep-Safaris, Kamelreiten, Falken-Shows oder Boot-Trips angeboten. Natürlich gibt es in Ras Al Khaimah auch einen Wasserpark - der sinnigerweise Iceland Waterparc heißt -, selbstredend kann man in drei Shopping Malls seine Kreditkarte zum Glühen bringen.

Ein Aufenthalt dort dauert vermutlich länger als die Besichtigungstour der Old City von Ras Al Khaimah, wo die älteste Moschee der Emirate, das Nationalmuseum (einst Fort und Herrschersitz) und die Touristenmeile mit Cafés, Restaurants und Geschäften schnell abgehakt sind. Okay, Golfer brauchen ein wenig länger, um die 18 Löcher des Tower Link Courses hinter sich zu bringen. Aber die Perlen liegen schließlich am Meer: Sonne, Strand, Superhotels.

Das touristische Konzept von Ras Al Khaimah ist deshalb eigentlich ganz einfach - der relaxte Strandurlaub. Wer Nachtleben und Trubel will, ist in einer Stunde in Dubai, oder in eineinhalb in Abu Dhabi. Diese Kombinationen sind nicht die schlechteste Idee. Zumal das Emirat noch ein ganz entscheidendes Argument hat: Der Luxusurlaub dort ist nicht nur ruhiger, sondern um gut ein Viertel günstiger als bei den großen Nachbarn.

Infos, Anreise: Mit Lufthansa oder Emirates bis Dubai und Transfer, ab 30. Oktober 2015 täglich mit SunExpress von sieben deutschen Flughäfen direkt nach Ras Al Khaimah. Hotels: The Cove Rotana (5 Sterne), eine Woche All Inclusive ab 999 Euro +++ Waldorf Astoria Ras Al Khaimah (6 Sterne), eine Woche mit Halbpension ab 1.199 Euro +++ Banyan Tree Al Wadi (6 Sterne), eine Woche mit Frühstück ab 2.024 Euro. Alle Angebote inklusive Flug. Weitere Informationen: fti.de

spot on news

Empfehlungen für den news.de-Leser